
Arezu Weitholz ist Journalistin, Illustratorin und Textdichterin. Bisher hat sie viel über Fische gemacht, nun wendet sie sich einem ebenso unergründlichen Thema zu: der Liebe.
Am 3. September findet im FluxBau um 20h eine Lesung von Arezu statt.
In ihrem aktuellen Roman Wenn die Nacht am stillsten ist, erzählt sie von einer Generation, die hemmungslos auf Oberfläche, Konsum und das richtige Outfit getrimmt ist, aber der Realität dahinter oft nicht gewachsen. Es ist die Geschichte von der modernen Scheherazade Anna und dem unnahbaren Starjournalisten Ludwig, ein poetisches und kraftvolles Lied an die Liebe.
Einen ersten Leseeindruck bekommt man hier.
Arezu Weitholz hat bereits für Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen, Udo Lindenberg, 2raumwohnung, Madsen und andere gearbeitet. Sie hat bisher zwei Lyrikbände mit Fischgedichten veröffentlicht: Mein lieber Fisch und Merry Fishmas. Ein Hörbuch der Fischgedichte ist gerade bei Random House erschienen.
Die Lesung ist nur für geladene Gäste, aber wir laden natürlich ein paar von euch dazu ein! Wer dabei sein will, schreibt einfach ein Kommentar zu diesem Artikel mit einem kleinen Fischgedicht (es reicht auch ein Reim). Wir geben den Gewinnern kurz vorher per Mail Bescheid.
Lesung von Arezu Weitholz am 3.9.
03. September 2012
Offen ab 19h, Beginn um 20h
FluxBau
Pfuelstr. 5
direkt an der Spree (zweiter Hofeingang)
10997 Berlin
Geöffnet: Mi-Sa, ab 18 Uhr
Und auch bei Facebook, of course.
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Sonstso
01. September 2012 um 15.29 Uhr
Der fette Fisch
Der fette Fisch
kugelig und rund
mit einem Haps
ist er im Mund.
sabine
31. August 2012 um 14.32 Uhr
Über die Überfischung der Meere
Familie Schnäppchen-Reiher.
Täglich kurz vor zwölf um die gleiche Zeit
steht das üppig‘ Mittagsmahl schon bereit:
Seltene Tiere, groß, schön und bunt
passen kaum in Hausfraus‘ und Paulchens‘ Mund.
Der Schreier auf dem Fischmarkt hinterm‘ Tresen,
ist noch niemals im Leben am Meer gewesen.
Familie Extra-Vagant.
.
Delikatessen zu essen ist eine Freud‘
Flossen rarer Fische jedoch nicht für alle Leut‘:
als exklusiv beim Feinkosthändler angepriesen
gelten sie auch als Luxus in Zeiten der Krisen.
da fragt klein Max (ein Junge in modischer Hose):
»Wie passt der große Fisch in die kleine Dose?«
Familie Schöngeist.
Zu verzehren den ach so leckren‘ Fisch
versammelt sie sich zu gedecktem Tisch.
So manch‘ feine Leute die was gelten,
machen selbst bedrohte Haie selten.
Nicht immer sind die mit den weißesten Westen
für den Artenschutz die Besten.
Katja Krause
30. August 2012 um 16.40 Uhr
es lebt der hai
es stirbt die qualle
es legt kein ei
der stör in der falle
jaaaa, ist schwachsinn, ging aber schnell:). darf ich dabeisein?
H. Kuhlenkamp
30. August 2012 um 10.21 Uhr
Fisch, oh Fisch, kannst Du mich hörn?
Ich würde niemals wagen, Dich zu störn.
Stumm, verlegen, ruhig wie eine Pflanze
zeigst Du die kühle Resistance*
Schwimmst Du auch etwas tiefer
In ein tiefes taubes Loch
Unbewegt wie Schiefer
Schuppt es mir, du hörst mich doch.
*norddeutsch auszusprechen (empfohlen)
phil
29. August 2012 um 18.45 Uhr
einfach schwimmen denkt sie noch,
dann kam der koch.
alschmonster
27. August 2012 um 08.48 Uhr
Der Fisch ist ein possierliches Wesen,
das kann man schon in Vorschulbüchern lesen.
Er besitzt zwar keine große Nase,
dafür aber ‘ne famose Schwimmblase.
Die bringt ihn in sekundenschnelle ans Tageslicht,
ob er sich darüber freut?! Ich weiß es nicht.
Der Fisch ist wahrlich ein Herdentier,
denn er trinkt – wie der Mensch – auch nicht gern allein sein Bier.
Denn in seiner Unterwasserwelt
ist er nicht auf sich allein gestellt.
Mit seinen Fischfreunden zieht er täglich frohen Mutes durch’s Meer,
und entwischt den Fischern – da bleibt so manches Netz leer.
Die Fischer darf man an solch schlechten Fangtagen,
nicht nach frischem Fisch fragen,
haben diese doch den Menschen mal wieder ein Schnippchen geschlagen.
FINE
27. August 2012 um 08.46 Uhr
Ich wäre unheimlich gern dabei!
Das Meer
Tief unten am Meer
schwimmen die Fische umher.
Plötzlich kommt ein Hai,
sein Magen ist frei!
Die Muscheln
fangen an zu tuscheln.
Der Hai verschlingt die Fische
mit einem Schluck,
ruck – zuck!