Basia Bulat (Ausschnitt Albumcover)
Basia Bulat (Ausschnitt Albumcover)

Basia Bulat, Francis, DIIV & Junior Boys | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2016-02-05
By Sophie [FluxFM] |
Im Radio:
6. & 7. Februar 2016
Jede Stunde ein Song

Jedes Wochenende stellt eine andere Band ihr neu veröffentlichtes Album im Radio vor, und kündigt die Titel mit Hingabe an. Diesmal präsentiert Basia Bulat vorab und exklusiv (!) ihr neues Album Good Advice im Wochenendspecial – jede Stunde ein Song.

Wochenendspecial: Basia Bulat – Good Advice

Basia Bulat - Good Advice Warum ausgerechnet Basia Bulats Musik mehrfach für Autowerbungen benutzt wurde, ist uns ein Rätsel. Und warum sie nicht längst viiiiel bekannter ist, ebenso. Vielleicht ändert sich das mit ihrem neuen Album, das poppiger geworden ist und dem Folk der Anfangsjahre die Ausgehjacke übergeworfen hat. Good Advice, die vierte Scheibe der Kanadierin, hat schillernde Singles wie “Infamous” und glamige Synthies zu bieten und lässt die Singer-Songwriterin aus ihrem Schatten treten. Für die Aufnahmen ist Basia aus Montreal ins 600 Meilen entfernte Louisville [das ‘S’ ist still] gefahren, wo My Morning Jacket-Sänger Jim James sein Studio hat. Mit ihm und vielen anderen Musikern aus Louisville hat sie Good Advice eingespielt. Und natürlich ist auch Basias Markenzeichen, die Autoharp, wieder mit dabei – das exotische Tier unter den Instrumenten, das nur extrem selten gesichtet wird.


Außerdem wurden in dieser Woche folgende Alben veröffentlicht:

Francis – Marathon

Francis - Marathon Das schwedische Quintett Francis gibt es schon seit fast zehn Jahren, ihr zweites Album Marathon markiert trotzdem einen Neustart in der Bandkarriere – denn für uns und alle anderen Nicht-Schweden ist es nämlich das erste Album, das auf den Markt kommt. Dass hier zehn Jahre Spielpraxis, Songwriting-Erfahrung und ausgedehnte, internationale Touren in das vermeintliche erste Album eingeflossen sind, hört man natürlich. Abgeklärt, aber nicht routiniert, spielen sich Francis durch kurzweilige Strophen und eingängige Refrains. Ihr Produzent Nicolas Vernhes, der schon bei Animal Collective abmischte, hat den Gitarren eine hungrige Portion Hall gegeben. Bei jedem Hören findet man neue, verlockende Folk-Pop-Momente. Dabei handelt das Album laut Sängerin Petra Mases in erster Linie von „Kindern, Scheidung, Liebe und Xenophobie“. Das nennt man dann wohl eine Text-Ton-Schere.


DIIV – Is The Is Are

DIIV In den letzten Jahren war Zachary Cole Smith mit allem in den Schlagzeilen, was den bewussten Rockstar von heute ausmacht. Drogenexzesse, modische Entgleisungen, ein Popsternchen als Freundin, Verhaftungen und schließlich Entzugsklinik. Jetzt, mit dem Erscheinen der zweiten Platte seiner Band DIIV [gespr. DIVE], will Smith den Fokus wieder auf das legen, was wirklich zählt. Die Musik.
“I just knew that this record has unique circumstances surrounding it and this is my one shot to do it right. So i felt like complete 100 % lucidity, transperency was the most important approach of all. Basically the position i was in after the past couple of years in my life i really had no option but to lay it all out there.”
Is The Is Are macht alle Versprechen wahr, von denen man nie gedacht hätte, dass sie die Band aus Brooklyn nach dem starken Debüt noch mal erfüllen könnte. Doch Smith hat sich gefangen, nimmt keine harten Drogen mehr und zeigt stattdessen allen, warum DIIV als Speerspitze der Post-Punk Bands der Zehner Jahre gehandelt wurden. Auf Is The Is Are spielen DIIV wieder einen dermaßen trockenen und vorwärts preschenden Dreampop wie ihn die frühen The Cure nicht besser hinbekommen haben.


Junior Boys – Big Black Coat

Junior Boys Dass es zwischen den Stühlen House, Indie und R’n’B ganz gemütlich sein kann, haben Junior Boys schon 10 Jahre vor aktuellen Helden wie Chet Faker oder Jack Garratt erkannt. Mit Big Black Coat ist nun ihr fünftes Album zu haben, auf dem die Genre-Pioniere ihrer Mixtur treu bleiben. Jeremy Greenspan und Matt Didemus haben sich in der Zwischenzeit längst einer Vielzahl von Solo-Projekten gewidmet. Dadurch ist man der Abhängigkeit von den Junior Boys entflohen – nicht zuletzt der finanziellen.
“There was a lot of pressure taken off of Junior Boys. When youre not worrying about how well something is recieved, you feel free to make whatever music you want.”
Diese Freiheit spiegelt sich in ausschweifenden Synthesizer-Jams und verschlungenen Beats wieder, einem wahren Geschenk für Frickel-Elektro-Fans, die auch gegen poppige Melodien nichts einzuwenden haben.

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