Better Call Saul

Breitbild | Better Call Saul

▷ Letzte Änderung: 2016-02-18
By Nina [FluxFM] |

Gerade ist auf Netflix die zweite Staffel von Better Call Saul gestartet. In der Serie dreht sich alles rund um den doch etwas skurrilen Anwalt aus Breaking Bad.


 

Was wir in preisgekrönten Serie Breaking Bad gesehen haben, wird bei Better Call Saul erst in sechs Jahren passieren. Und Saul Goodman heißt noch nicht Saul Goodman, sondern Jimmy McGill. Das ist das Setting von Better Call Saul. Das Spin-Off zu Breaking Bad erzählt die Vorgeschichte des Anwalts, der später Walther White helfen wird – zunächst mal werden aber bedeutend kleinere Brötchen gebacken: Jimmy muss um sein berufliches Überleben kämpfen und ist dabei nur mäßig erfolgreich – er versucht sich als Anwalt für Senioren.

Alt werden nervt, Senioren brauchen jemanden an ihrer Seite.

Das läuft leider nicht wirklich erfolgreich. Jimmy’s heruntergekommenes Büro befindet sich im Hinterzimmer eines Nagelstudios. Und dann kommt es, wie es kommen muss: Der Anwalt gerät langsam aber sicher in zwielichtige Kreise und begibt sich damit auf den Weg, der ihn eines Tages zu Saul Goodman macht. Bis dahin ist Jimmy aber immer wieder hin und hergerissen. Schauspieler Bob Odenkirk beschreibt das folgendermaßen:

He’s sort of rejected his effort to be a good guy. At least partially he’s decided ‘Well, maybe I’m not a good guy, maybe I can’t be’.

Eines steht fest: Auch wenn Jimmy sicher kein Vorbild ist, bleibt er doch immer sympathisch. Serien-Macher Vince Gilligan gelingt es nämlich, immer die Mitte zwischen Komik und Mitleid zu finden. Und gerade dieses Hin und Her zwischen Gut und Böse zeichnet Jimmy aus – sagt auch Bob Odenkirk:

He likes being that character, that unethical, make-up-your-own-rules-about-the-world-character. So that’s where we meet Jimmy at the beginning of Season 2. He’s in one of these little vacations from reality.

Das Tolle an Better Call Saul: Die Serie folgt der Ästhetik, die man schon von Breaking Bad kennt. Das Erzähltempo ist recht ruhig, es gibt großartige Einstellungen und einen ebenso starken Soundtrack – aber alles ist eben eine Spur skurriler. Hier gibt’s zwar nicht alle paar Minuten einen lauten Lacher, dafür angenehm subtilen Humor und starke Charaktere. Das wird auch in der zweiten Staffel so weiter gehen.

Auf eine Sache darf man sich übrigens besonders freuen: Denn mit Mike Ehrmantraut hat es noch ein weiterer Charakter von Breaking Bad in das Spin-Off geschafft. Diese Rolle wird jetzt in der neuen Staffel weiter ausgebaut, um Mikes Wandel vom Parkplatzwärter hin zum Drogen-Komplizen zu erklären. Und natürlich hat auch Jimmy Einiges vor…

Ich weiß, was mich abgehalten hat. Und wissen Sie was? Es wird mich nie wieder abhalten.

Ab sofort könnt ihr euch jeden Mittwoch auf eine neue Folge freuen. Und wer noch neu einsteigen will: Die erste Staffel kann man da natürlich auch noch angucken.

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Carsten Brück
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Ein Kommentar

  1. jens says:

    sicher kein vorbild…darum geht es ja auch, welcher anwalt ist schon ein vorbild, man betrachte seine kollegenwelt, welches rechtssystem dient der gerechtigkeit unter allen, man höre einschlägige darstellungen dazu, reflektiere die letzte rechtsberatung zu miet-, arbeits oder abmahnungsrecht, verbraucherschutz… ich finde da ist die figur mcgill/goodman der punk schlechthin..und inwieweit ein klassischer wandel von klar gut zu klar böse überhaupt so stattfindet wie immer beschrieben, wieweit ein guter böser die bessere variante als ein böser guter sein kann, inwieweit manche alternativen besser für das gute, und für wen sind, von der filmkreativen umsetzung dieser frage lebt vince gilligan gerade nicht schlecht (also nicht böse:) und ich hab bei breaking bad nicht öfter gut gelacht, bzw tief geschmunzelt

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