Daniel Koch (Foto: Ann-Kathrin Canjé)

Daniel Koch

▷ Letzte Änderung: 2014-02-04
By Ann-Kathrin [FluxFM] |

Musikredaktion & Co-Moderation

Spezialgebiet: der schwierige Spagat zwischen Hot-Shit-Top-Checkertum und „Opa erzählt vom Krieg (und von den Zeiten, als Nirvana noch neue Alben veröffentlichten)-Musikjournalismus“

Icke


Mein erstes & mein bestes Konzert:

Napalm Death im Hyde Park, Osnabrück (1994) & The National Boxer-Release-Konzert im (alten) Magnet (2007)

Meine erste kredible Radio-Erinnerung:
Spät abends, ich glaube sonntags, in den Neunzigern die Metal- und Indie-Sendung auf Bremen 4 hören und manchmal dabei die Antenne in Richtung Fenster halten müssen, weil der Empfang nur so semi-gut war.

Mein Leben in 5 Songs (mit kleinen Erläuterungen):

  • The God Machine – The Sunday Song: die erste Band, bei der ich das Gefühl hatte: „Die habe ich ganz für mich allein entdeckt.“
  • Mad Season – Long Gone Day: Soundtrack zur ersten Liebe mit 16 und meiner Grunge-Phase
  • Jenny Lewis & The Watson Twins – Rise up (with fists!!): Jenny Lewis ist Gott. Punkt. War nach Shirley Manson mein zweiter, harter Künstlerinnen-Crush.
  • Arctic Monkeys – No 1 Party Anthem: Die Band, die mich mit meiner großen Liebe verbindet.
  • Ray BLK – Run Run: Kickt mich gerade jetzt, wo ich das hier ausfülle, ziemlich. Und da ich niemals jemand werden möchte, der nur noch den alten Scheiß aus seinen Teens und Twens hört, muss das hier rein.

Wenn Du auf Tour gehen würdest:
Auch, wenn ich ihre Musik gar nicht soooo oft höre in letzter Zeit, würde ich jederzeit mit Biffy Clyro auf Tour gehen – die waren bei jedem Interview so dermaßen nett und wirken überhaupt, als hätten sie die Sache mit dem Band-, Freunde- und Auf-Tour-Sein ziemlich gut hinbekommen.

Torture-Top 5:
Timmy Trumpets Gesamtwerk, alles von Parov Stellar, alles von den Kings Of Leon ab ihrem zweiten Album, alles mit einem Millennial Whoop, DJ Khaled feat. Justin Bieber, Quavo, Chance The Rapper – „I’m The One“

Lieblingsgeräusch:
Lautes Regenplätschern, von dem man nachts wach wird.

Lieblings-Cover-Artwork:
 
Mountain Goats – Beat The Champ


Mein „Happy Place“:
Mein Lesesessel (mit Fußstütze) vorm Plattenspieler im Wohnzimmer

Dein „Pet Peeve“:
Leute, die ausführlich über sich selbst reden und null Interesse an den Themen des Gesprächspartners haben.

Geheime Obsessionen:
Ich habe eine unstillbare Neugier auf erfolgreiche musikalische Phänomene, bei denen ich Ohrenkrebs kriege. Und ich lese mich seit meinem 14. Lebensjahr in loser Regelmäßigkeit durch Literatur, die Skandale ausgelöst hat – ich sage euch: Gangsta-Rap und Death-Metal sind dagegen Kinderkacke…

Was bisher noch niemand über mich wusste…
Ich sah in der 10. Klasse aus, als sei ich 10. Ich checke mindestens alle sieben Minuten, ob ich noch meinen Schlüssel und meinen Geldbeutel in meiner Tasche habe. Ich saß vier Jahre lang zweimal die Woche im ICE von Berlin nach Köln (und umgekehrt) immer auf Platz 84 im letzten Wagen der 2. Klasse und war tödlich beleidigt, wenn da schon jemand auf MEINEM (!!!!!111!!!!1111) Platz saß.

Das beste an der FluxFamily?
Die sehr netten Menschen, die einen völlig selbstverständlich in die Family aufgenommen haben und mit denen man immer gut Bier trinken oder über Musik reden kann, wenn man sie außerhalb der Flux-Räume trifft – zum Beispiel während eines Stromausfalls auf dem Immergut, einer Pressereise nach New York oder einem Helene-Fischer-Konzert.

Dafür stehe ich:
Puh, was schreibt man hier, ohne selbstgerecht zu klingen? Ich sage mal so: Gerade in den letzten Jahren habe ich irgendwie das Gefühl, dass bei einigen Themen ein Mindestmaß an Empathie, Verständnis und kommunikativem Anstand verloren gegangen ist. Dem entgegenzutreten und Wege zu finden, wie man das entschärfen kann, wäre etwas, wo ich sagen kann: Dafür stehe ich. Ansonsten versuche ich mich an das Motto „Sei kein Arschloch“ zu halten und mich mit Menschen zu umgeben, die mir auch mal sagen, wenn ich gerade eines bin.

Das treibt mich an:
Musike! Gude Leude! Tolle Stories!

Darum bin ich Serienjunkie:
Weil sie sich immer öfter von den totgenudelten Filmmotiven und –erzählweisen entfernen und sich eher literarischen Formen nähern. Einen Film, den man gesehen haben muss How To Talk To Girls At Parties, Mustang, Die Indianer von Cleveland und natürlich den ersten Blade Runner (und nur den)

Diese Serienfigur wäre ich gerne:
Kann mich gerade nicht entscheiden zwischen ALF, Tulip O’Hare aus Preacher, Stringer Bell aus The Wire und Arya aus Game Of Thrones

Life-changing Leseerfahrung:
Es von Stephen King, Die geheime Geschichte von Donna Tartt, Baise-moi – Fick mich von Virginie Despentes und Das Schlimmste kommt noch – oder: Fast eine Jugend von Charles Bukowski.

On the Bookshelf:
Gerade jetzt: The Power von Naomi Alderman, Wolf In White Van von John Darnielle (zum zweiten Mal), How To Build A Girl von Caitlin Moran und Walkaway von Cory Doctorow

Liebster Animal Content:
Bucket of Sloths:

Diese Seite lösche ich aus meiner Chronik:
gutefrage.net

Das ist meine Startseite:
nytimes.com

Diese Seite ist immer offen:
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Wichtigstes Bookmark:
longreads.com

Mein digitaler Survival-Tipp:
Auch mal hin und wieder im Real Life kommunizieren

My favorite place in the world…
…muss der sein, an dem ich mit dem Menschen, der mir am wichtigsten ist, wohne – sonst habe ich was falsch gemacht.

Goodbye Deutschland…
Seattle

Lieblingscafé:
Ankerklause

Lieblingsbar:
Zu gleichen Teilen „Das Gift“, „Posh Teckel“, „Fitcher’s Vogel“ und „Oberbaumeck“

Lieblingskino:
Neues Off

Mein perfektes Wochenende…
…ist, nach einer wilden Woche voller Suff und Konzerten ein sehr ruhiges, mit viel Musikhören, Lesen, Radfahren und Mit-der-Freundin-chillen.

Hier kennt der Türsteher / Barkeeper meinen Namen:
Fitcher’s Vogel, Lido, Das Gift

Like when you wake up behind the bar, trying to remember where you are. Having crushed all the pretty things there but for the grace of God, go I. But I still believe. And I will rise up with fists.
(Jenny Lewis – Rise Up (With Fists))

Ein Kommentar

  1. Dirk says:

    Schon die Anrede ist problematisch – Daniel? Herr Koch?
    Zwischen uns liegt wohl einiger Abstand in Alter und Sozialisation.
    Danke jedenfalls für den Artikel zu Feine Sahne Fischfilet im Musikexpress.
    Der hat mir gut gefallen, auch wenn mir die Band nach kurzem Interesse (auch wegen der Haltung) eigentlich nicht so gefällt. Bin aber sicher auch nicht die Zielgruppe.
    In Zeiten wie diesen kann man allerdings Bands wie diese brauchen; selbst die Toten Hosen können da von mir aus weiter auftreten.

    Um Constantin van Lijndens Kommentar einzusortieren reicht eigentlich schon die Selbstdarstellung auf der Seite der FAZ. Oder das Foto. Das gilt im Wesentlichen aber auch für Ulf Poschardt.

    Herzliche Grüße aus Köln und bitte weitermachen!

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