Radio Arty mit Helle Mardahl

… mit den Ohren gucken!

Berlin ist nicht nur Hauptstadt der Musik, sondern auch Hauptstadt der Kunst. Und damit die auch mal zu Wort kommt, reißt Yaneq jeden Donnerstag die Ohren ganz weit auf und lädt sich die passenden Gäste aus der Szene ein.

Er informiert, welche spannenden Künstler gerade in der Stadt sind und welche Vernissage man auf keinen Fall verpassen sollte. Danach wird die maßlose Fülle an Galerien, Vernissagen, Aktionen und Auktionen keinen mehr schocken.

Radio Arty – Kolossale Musik, krasse Kunst und kulturelle Kollateralschäden – eine Stunde MotorFM zum Einrahmen und an die Wand hängen.

Mit Stage Power zeigt die Circleculture Gallery erstmalig Arbeiten der Dänin Helle Mardahl. Ihr künstlerisches Handwerk und die Art, opulente Materialien und Strukturen aus der Haute Couture und dem Grafikdesign zu verbinden, machen ihre Kunst zu einem eklektischen Werk voller Tiefe und Emotion. Die Ausstellung besteht aus unterschiedlichen Arbeiten, die sich in Form von Malerei, Zeichnungen, Illustrationen, dreidimensionalen Textil- Collagen, Foto-Collagen, Drucken und Skulpturen zu einer umfassenden Installation vereinen. Während die am Central St. Martins College graduierte Künstlerin ihre Werke einerseits in der handwerklichen Tradition einer Couture-Produktion kreiert, distanziert sie sich gleichzeitig von Ästhetik und Klischees der Modekultur.

Helle Mardahls grafischer und organischer Stil definiert sich durch eine Vielzahl an künstlerischen Techniken. Von sieben Schneiderinnen assistiert, entwickelt Mardahl eine Detailarbeit, die als kunstvolle Interpretation einer komplexen Struktur politischer und sozialkritischer Themen zu verstehen ist. So verbindet sie hre verschiedenen Ausdrucksformen mit dem Ziel, die Wahrnehmung von Realität und Fiktion verschwimmen zu lassen. Ikonische Zeichen der dänischen Königsfamilie wie global gängige Symbole der Macht (der Adler, das Königsblau, Feuer und Diamanten) stehen im Dialog mit ihrer Interpretation bedeutender Persönlichkeiten.

Stage Power ist eine Auseinandersetzung im künstlerischen Findungsprozess von Helle Mardahl: Durch ihr Faible für skandinavische Architektur vertritt die Künstlerin seit jeher eine minimalistische Linie. Diese steht jedoch der Zeit am dem Umgang mit Farbe, Chaos und Detail widmet. Das Ergebnis zeigt sich in den eingängigen, filigranen und humorvollen Elementen ihrer Werke, die den Betrachter auf eine andere, inhaltlich tiefere Ebene zu entführen versuchen. Es stellt sich die Frage, wer in dieser Inszenierung Regisseur, Schauspieler und wer Publikum ist. Mardahl hat die Bühne geschaffen und der Betrachter muss entscheiden.

Helle Mardahl wurde 1976 geboren. Die Künstlerin lebt in Kopenhagen, Dänemark. Durch ihre avantgardistischen Arbeiten sie zu einem der wichtigsten Akteure der skandinavischen Kreativ-Szene an der Schnittstelle zwischen Mode, Kunst und Design.

“The Loaded Woman”, 2009
Acrylic on Linen
193 x 165 cm

“The Bouquet”, 2008
3D Textile Collage
225 x 122 cm



 

 

21.01.2010

RADIO ARTY
Donnerstag 19 Uhr
Samstag 16 Uhr

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1 Kommentar zu “Radio Arty mit Helle Mardahl”

  1. Mike

    22. Januar 2010 um 09.06 Uhr

    Mehr Kunst auf MotorFM, meinetwegen, aber wer hat denn den Trottel (vorn mit großem T und hinten mit kleinem l) hinterm Ofen vorgeholt. Hat er vorher Kaffee serviert bei Kiss FM? Seine Moderationen sind lausig (spricht man das nun Tütü, Tutu oder doch etwa Tata aus – ich weiss es auch nicht) und er kommt stocksteif rüber, kein Vergleich zur Souveränität von Max, Elizabeth, Vincent etc. Das muß ihm doch mal jemand sagen. Sonst macht der ja ewig so weiter.
    Oder gehört das eventuell schon zur Kunst und ich habe es nur nicht gemerkt?
    Bei der gestrigen Sendung leuchtete mir der Kunstaspekt sowieso nicht ein. Der Klassiker der Woche etwa: Wu Tang Clan? Endlich Hip Hop in amerikanischem Slang – wow-darauf haben die Hörer von MotorFM sicher dringend gewartet. Oder anderes Beispiel: “Take the shit to the floor” oder war es flow”. Keine Ahnung, selbst nach 100maligem Hören dieser Textzeile in einem Song habe ich denn Sinn nicht verstanden. Bin ich jetzt ein Kulturbanause?
    Ich war schon so verzweifelt, daß ich zwischendurch auf Fritz umschalten mußte in der Hoffnung, daß sich irgendein Teenager was anständiges wünscht.
    Kann die Kunst nicht mit der Sprachschule tauschen?
    Lieber jeden Tag “Off the record” in die Primetime (wird ja eh aufgezeichnet). Da kann man die hervorragende Musikauswahl geniessen, der wunderbaren Kommunikation der beiden Moderatoren lauschen, sein Englisch verbessern und hat Spass dabei.

    In diesem Sinne. Frohes Schaffen noch. Mike

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