Alte Zigarettenautomaten werden umfunktioniert, Foto: Wunstkunst

FluxFM Krautfunding: Wunstkunst – verschachtelte Kunst

▷ Letzte Änderung: 2014-04-30
By Sophie [FluxFM] |

Name: Wunstkunst
Idee: Kunst in Zigarettenschachteln

Website: wunstkunst.de
Crowdfunding: startnext.de/wunstkunst

In unserer Rubrik „FluxFM Krautfunding“ stellen wir euch Projekte, gute Ideen und Start-Ups vor, denen noch das nötige Kleingeld oder andere Ressourcen fehlt, um durchzustarten. Diese Woche ist es ein Projekt aus Berlin, das die Welt erobern will mit Kunst in Schachteln!

Christl Noll und Marius Schäfer machen Wunstkunst! Marius erklärt.

„Wir machen aus alten Zigarettenautomaten kleine Kunstautomaten und hängen die schwerpunktmäßig in den Berliner Clubs auf.“

Christl Noll und Marius Schäfer machen Wunstkunst, Foto: Sophie Euler

Christl Noll und Marius Schäfer machen Wunstkunst, Foto: Sophie Euler

In den bunten Schachteln ist Kunst verschiedenster Art. Wie Sammel-Bilder von lokalen Künstlern und Street Artists.

„Die stellen uns immer 10 Motive zur Verfügung und wir machen Sammelkartenmotive draus, limitiert. Dann ist noch etwas Gebasteltes drin, ein Gedicht, bisschen Glitzer – und Musik als Download-Scheckkarte.“

In bunt umdesignten Zigarettenautomaten kann man dann Wunstkunst erwerben – 5 Euro das Päckchen. Ganz ohne Gesundheitsrisiken – für jedermann.

„Für kleine und große Kleingebliebene. Also es ist echt ein Kreativ-Überraschungsei.“

Das zum Beispiel ist Wunstkunst, Foto: Wunstkunst

Das zum Beispiel ist Wunstkunst, Foto: Wunstkunst

Alles fing mit der Eröffnung des Berliner Clubs Kater Holzig vor 2 Jahren an. Da bekamen die beiden den ersten Automaten von den Betreibern geschenkt mit der Ansage: In zwei Wochen ist Eröffnung, legt mal los!

„Und dann haben wir wirklich im Freundeskreis irgendwie ein, zwei handvoll Freunde zusammengetrommelt und haben von Logo über grafische Dinge, eine erste kleine Homepage bis hin zur ersten Füllung der Schachteln alles innerhalb von zwei, drei Wochen aus dem Boden gestampft.“

…Mit viel Herzblut und eigenen finanziellen Mitteln – Gewinn machen die beiden kaum. Mittlerweile gibt es Wunstkunst an sieben Standorten in Berlin. Außerdem ist man auf Märkten und Festivals unterwegs. Und: Es gibt Anfragen aus anderen Städten.

„Man könnte relativ schnell nach Hamburg, nach München, nach Zürich, aus Amsterdam kam eine Anfrage. Aber das Problem ist folgendes: A) muss man einen Automaten kaufen B) will man ihn schön umdesignt bekommen und C) muss da auch eine Füllung rein. Und in einer anderen Stadt sollten da 100-200 Schachteln vorfinanziert sein. Das haben wir einfach nicht im Kreuz ohne ein Crowdfunding.“

 

Auf der Plattform Startnext wollen die Wunstkünstler jetzt 5000 Euro zusammenbekommen. Neben anderen Standorten soll davon später eine neue Homepage aufgebaut werden.

„Und dort sollen die einzelnen Künstlern auch nochmal die Möglichkeit haben, eben nicht nur in den Schachteln präsent zu sein, sondern ihre Werke über unsere Homepage auch vorzustellen und verkaufen zu können.“

Außerdem können Räume für Wunstkunst angemietet werden. Bisher wurde jede der über 4000 verkauften Schachteln in Christl und Marius‘ Privat-gemächern produziert. Da wird es langsam eng… Doch Christl ist guter Dinge.

„Man bekommt soviel zurück, es ist zum Beispiel so schön die Freude in den Augen zu sehen, wenn jemand eine Schachteln am Stand aufmacht. Es kommt einfach wahnsinnig viel zurück und es muss einfach weitergehn!“

In einer Schachtel steckt sehr viel liebevolle Arbeit, Foto: Wunstkunst

In einer Schachtel steckt sehr viel liebevolle Arbeit, Foto: Wunstkunst

„Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen, hieße sie Wunst.“ (Karl Valentin)

 

Wenn ihr ein Crowdfunding-Projekt kennt, das wir hier auch einmal vorstellen sollen, oder vielleicht selbst eines gestartet habt, dann meldet euch bei uns. Am besten per Mail an krautfunding@fluxfm.de, dann landet es direkt beim Richtigen. Habt bitte Verständnis dafür, dass wir aufgrund der vielen Einsendungen, nicht alle Projekte vorstellen können.

 

Redaktion

Zarah-Louise Roth
Wortredaktion
Spezialgebiete: Weltverbesserung, Festivals, Essen.

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