Ein Trend geht um, Rubriken
Kennt ihr eigentlich den Namen eurer Kassiererin im Supermarkt? Nein? Das wäre früher bestimmt anders gewesen, als es noch Tante Emma Läden gab. Da ließ man sich Zeit beim Einkauf, um noch ein bisschen mit der Dame hinter der Theke zu plaudern. Um dieses Gefühl wieder aufleben zu lassen, gründeten zwei junge Männer den Tante Emma Laden 2.0: „Emmas Enkel“, inklusive Onlineshop…
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Kai Kolwitz
23. Februar 2012 um 16.44 Uhr
Hallo Kristina,
In einem hast Du natürlich Recht – ich habe keinerlei persönliche Erfahrung mit Kriegen und weiß nicht, wie ich in einem solchen Fall agieren würde. Insoweit lässt sich vom sicheren Schreibtisch aus anderen Leuten gut erklären, wie sie sich verhalten sollen.
Allerdings habe ich mir bei dem von Dir kritisierten Satz schon etwas gedacht. In dem Film ist Danijel nicht nur irgendjemand, dem man ein Gewehr in die Hand gedrückt hat, sondern durchaus „Karriere-Soldat“. Er führt ein Lager, ist bei Massenerschießungen dabei, toleriert die Tatsache, dass seine Untergebenen mordend und vergewaltigend durch die Gegend ziehen. Gleichzeitig sagt er gefühlt alle fünf Minuten Dinge wie „Es ist so schrecklich… Leute, die ich kenne… Wie können wir nur…“, rührt aber keinen Finger, um zumindest den schlimmsten Auswüchsen etwas entgegenzusetzen (was er aufgrund seines Ranges m.E. könnte). Und da geht er mir als positiv gemeinte Filmfigur, sorry, einfach auf die Nerven. Denn der Mann ist ganz sicher nicht das am meisten zu bedauernde Opfer dieses Krieges.
Mit dem einen flapsigen Satz war das natürlich ziemlich verkürzt ausgedrückt. Aber bei weniger als einer Minute pro Film geht das manchmal nicht anders.
Schöne Grüße
(Kino-)Kai Kolwitz
Kristina M.
23. Februar 2012 um 15.32 Uhr
Also eben bei der Vorstellung von Angelina Jolies “In the Land of Blood and Honey” dachte ich wirklich, mein Schwein pfeift. Und zwar bei der Bemerkung über den serbischen Soldaten Danijel, der in der Zwickmühle steckt, weil er eine bosnische Muslimin liebt, “frage man sich, warum er nicht einfach aufhört” (mit dem Krieg führen).
Pardon, aber mit Verlaub – selbst für mich mit exjugoslawischem Hintergrund und sicher nicht für eine der am Krieg beteiligten Seiten Partei ergreifend – liegt doch die Vermutung nahe, Herr Kolwitz habe nicht den blassesten Schimmer, was es im Krieg bedeutet, “mal eben einfach mit dem Krieg führen aufzuhören” und zu desertieren.
Also echt.
Diggla
26. Januar 2012 um 08.42 Uhr
Moin,
eigentlich immer verlässliche Kritiken, aber:
Wenn man schon über “Drive” spricht, ständig “Driver” sagt, wäre es da nicht naheliegend, dass Original “The Driver” http://www.imdb.com/title/tt0077474/ mal zu erwähnen.
Wird gerne kopiert und ist dennoch relative unbekannt und zufällig einer der besten Filme rund ums Auto fahren ohne Steve McQueen?
da diggla
Kai Kolwitz
30. August 2011 um 22.14 Uhr
Hallo Andreas,
das mit dem nett liegt daran, dass ich mir gezielt die Filme rauspicke, die mir von den Neustarts am besten gefallen.
In einer normalen Woche kommen ja bis zu 15 Filme ins Kino, von denen es bei uns, inklusive Überblick, maximal fünf ins Programm schaffen.
Und angesichts des begrenzten Platzes fände ich es schade, kleine nette Sachen zu ignorieren, um Verrisse unterzubringen.
Kann sein, dass es demnächst mehr Platz gibt, dann gibt’s auch mehr Bösartigkeiten. Ansonsten kann ich Dir diesen Link empfehlen:
http://www.fluxfm.de/category/rubriken/kinokompakt/
In der Regel schreibe ich da zu so ziemlich allen Filmen was. Nicht gerade episch, aber da stehen dann auch die Warnungen.
Schöne Grüße
-kai-
Andreasa
23. August 2011 um 20.40 Uhr
Hallo Kai,
ich finde Deine Filmvorstellungen immer super. Aber, ich finde auch, dass Du ruhig mal etwas “böser” sein kannst. Wenn man Dir zuhört klingt es fast so als seien alle Filme extremst gut. Kritik ist immer zwischen Nettigkeiten versteckt. Ich kann mich eigentlich an keinen Verriss von Dir erinnern. Aber das kann ja eigentlich kaum sein!? Es muss doch auch mal Filme geben, die Du schlecht findest? Viele erfahren nur von Dir, welcher Film sehenswert ist und welcher nicht. Da kannst Du Dir ruhig mal klarere Ansagen rausnehmen.
Beste Grüße
Andreas
Ann
28. Oktober 2009 um 21.23 Uhr
Hallo Kai,
gut zu wissen…
Das erste Mal ist schon eine Weile her, irgendwann im Frühjahr oder so. Könnte gut sein, daß der Fall da ähnlich liegt, ich weiß auch nicht mehr genau, um welchen Film es da ging.
Hab halt schon an anderer Stelle schlechte Erfahrungen gemacht (Auflösung der entscheidenden Schlüsselszene usw.), war jetzt vielleicht zu vorsichtig.
Hm, hört sich ja so an, als sollte ich ganz optimistisch noch eine dritte Chance einräumen…
Sehr erfreulich,
herzliche Grüße Ann
-kai-
25. Oktober 2009 um 12.48 Uhr
Hallo Ann,
äh… Eigentlich sehe ich die Sache ja genauso wie Du: Ende verraten geht nicht. Letzten Donnerstag bei “(500) Days of Summer” habe ich es nur deshalb gemacht, weil Du es im Kino auch nach etwa 90 Sekunden erfährst. Der Film fängt halt mit dem Ende der Beziehung an.
Wann war denn das erste Mal? Vielleicht ist die Erklärung da ähnlich.
Schöne Grüße
-kai-
Ann
24. Oktober 2009 um 20.57 Uhr
Lieber KinoKai,
Jetzt muß ich mal etwas loswerden: Meinen Lieblingssender schalte ich nur ab, wenn der Werbeblock startet. Und wenn die Filme vorgestellt werden, leider. Vor einiger Zeit hab ich Dir gelauscht und Du hast gleich das Ende verraten. Hab ich vielleicht falsche Vorstellungen? Ich möchte neugierig gemacht werden, aber ahnungslos sein, wie die Sache ausgeht. Das macht die Spannung doch aus, wenn man nicht nur technisch guckt. Naja, jedenfalls dachte ich letzten Donnerstag, man kann ja mal eine zweite Chance einräumen… Und im ersten Satz erfahre ich gleich: das geht nicht gut aus! Manno! Muß das wirklich sein? Will ich nicht wissen!
So, nun schalte ich also wie gewohnt weiter ab. Schade eigentlich…
Abschließend ein herzlicher, bedauernder Gruß
Ann