"Limetown" - eine waschechte Mystery-Serie als Hörbuch-Podcast
"Limetown" - eine waschechte Mystery-Serie als Hörbuch-Podcast

Limetown – spooky Serien-Hörbuch als Podcast | Hörbar

▷ Letzte Änderung: 2016-03-24
By Fabian Broicher |

Wer nicht andauernd den neuesten 1000-Seiten-Bestseller mitschleppen will und dennoch nicht auf literarisches Hirnfutter verzichten mag, hat sie sicherlich bereits für sich entdeckt: Audiobooks! Ob zum Einschlafen oder auf dem Weg von oder zur Arbeit – die Hörspiele machen Spaß und eignen sich bestens für leicht aufnehmbare Unterhaltung. Doch die meisten sind nach wie vor eins: verdammt lang!

Das ändert sich jetzt mit so genannten Serien-Podcasts. Ganz bequem und in ohrenverträglicher Länge präsentieren sie ein angenehmes Ideal für Kopfkino-Liebhaber unter Zeitdruck. So auch Limetown, das unsere Redakteurin Aysche Wesche für uns gehört hat.

Hier gibt es den Beitrag zum Nachhören:

 

In der kleinen Gemeinde Limetown, die irgendwo in Tennessee liegt, werden mysteriöse Experimente durchgeführt. Eine Reporterin geht der Sache nach – und deckt ein schreckliches Unglück auf. Denn sämtliche Einwohner, 300 an der Zahl, verschwanden spurlos und wurden quasi vom Erdboden verschluckt.

Zehn Jahre danach macht sich die Radiomoderatorin Lia Haddock daran, das Unmögliche zu hinterfragen und stöbert in den alten Akten. Schließlich hegt sie auch ein persönliches Interesse an der Aufklärung: Ihr Onkel, Doktor Emiel Haddock, hat in Limetown gelebt. Also rekonstruiert Lia Ereignisse und befragt Zeugen, weil sie einfach nicht von dem Fall lassen kann:

Was die Tragödie von Limetown so einzigartig macht, was für mich der Grund ist, warum ich dranbleibe, während alle anderen längst ihr Leben weiterleben, das ist das komplette Fehlen von Kontext. In den zehn Jahren, die seit der Katastrophe vergangen sind, haben keine Gruppen oder Personen die Verantwortung dafür übernommen. Und das Tragischste: es wurden keine Überlebenden gefunden!

Dann spürt sie allerdings doch noch Überlebende des Vorfalls auf. Von denen ist jedoch nicht jeder dankbar für ihre Recherche. Denn nach und nach stellt sich heraus, dass Limetown gar keine normale Gemeinde war. Es fungierte als Forschungseinrichtung für neurologische Experimente, deren Ergebnisse die Welt verändert hätten, wären sie an die Öffentlichkeit gelangt.

Während die Story frei erfunden ist – es gibt noch nicht einmal den Ort Limetown – reißt es einen beim Hören so mit, dass man schnell vergisst, dass es sich um Fiktion handelt. Bei Limetown handelt es sich um einen spannenden Thriller, inklusive Cliffhanger. Deswegen wollen wir an dieser Stelle auch gar nicht weiter spoilern, um den Spaß beim Mitfiebern nicht zu verderben.

Stilistisch erinnert „Limetown“ durchaus an eine Mischung aus Akte X und dem Klassiker Serial von Adnan Syed, der jedoch von einem realen Mordfall erzählt. Es besteht also hoher Suchtfaktor für alle Freunde der spooky Unterhaltung!


 

Redaktion

Aysche Wesche
Wortredaktion
Spezialgebiet: Stadtleben, Politik und Kultur.
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