(C) Lostfriesland
(C) Lostfriesland

Lostfriesland | Krautfunding

▷ Letzte Änderung: 2016-11-23
By Sophie [FluxFM] |

Vergesst Bing-Watching und Youtube-Webserien, alles kalter Kaffee: das nächste große Ding sind Social Media Serien! Serien, die man über sämtliche Social Media Kanäle verfolgen kann, sich zusammenpuzzlen muss und als ZuschauerIn auch eingreifen, mitgestalten kann. Und genau eine solche Serie ist in Planung. Allerdings nicht bei den üblichen verdächtigen HBO und Netflix! Nein, die Idee kommt aus Deutschland, aus dem beschaulichen Ostfriesland. Eine Region die bald sehr viel mehr zu bieten haben dürfte, als nur flaches Land und flache Witze. Denn mit Lostfriesland soll eine Serie entstehen, die das Potential hat, der erste große, internationale Serienerfolg aus Deutschland zu werden – mit eurer Hilfe. FluxFM-Redakteurin Steffi Groth stellt euch sie euch vor. Achtung, jetzt wird’s gruselig:

 
2010 reisen drei US-Amerikaner nach Ostfriesland. Auf den Spuren ihrer deutschen Vorfahren wollen sie die Region bereisen, historische Stätten besuchen. Dann verschwinden sie von der Bildfläche. Plötzlich. Kein Lebenszeichen, jahrelang. Bis vor kurzem taucht ein Handy-Video auftaucht. Es wurde auf einem der Facebook Profile der Verschwundenen gepostet… Darin sieht man zwei der Verschwundenen, Jack und Lana allein, in einem dunklen Wald. Schaurig schön vernebelte Landschaften, düstere Legenden und moderne Medien: das ist der Stoff aus dem Lostfriesland gemacht ist. Eine Mystery-Serie, inspiriert durch skandinavische Krimis, Klassiker wie Twin Peaks, Blair Witch Project UND Ostfriesland selbst. Die Idee kommt von Matthias Sdun – Wahl-Hamburger, gebürtiger Ostfriese und ausgezeichneter Filmemacher:

„Ich hab mal ’ne Doku-Reihe gemacht, wo ich mich mit Mythen des Nordens auseinandergesetzt hab. Ich hab mir die Geschichten angeguckt, die es so an der Küste gibt – die düsteren Legenden. Und dann hab ich so ein altes Sagenbuch gefunden, das voll war mit so spannenden Geschichten, dass ich mir gesagt hab: ‚Das ist der Hammer, das muss man eigentlich in irgendeiner Form verfilmen.'“

Diese Geschichten werden in der Serie Lostfriesland von Jade Meyer, einer deutsch-amerikanischen Journalistin aufgedeckt. Was hat es mit den verschollenen Amerikanern auf sich, woher kommt auf einmal das Facebook Video?! Allein sind diese Recherchen nicht zu stemmen, deshalb sind die Zuschauer gefragt:

„Du kannst selber aktiv werden und mit den Serien-Charakterien auch interagieren. Die werden das auch wollen. In der heißen Phase, wenn das losgeht im Februar, werden die sicherlich auch an die Zuschauer gerichtete Hilferufe aussenden.“

Nur, wie soll das gehen, wenn man vor dem Fernseher oder Laptop hockt?! Eben! Und deshalb geht Matthias Sdun, selbst großer Serien-Fan, neue Wege mit seiner Produktion:

„Auf all den Plattformen, auf denen du unterwegs bist, wirst du Spuren und Elemente finden – von Facebook zu Youtube über Instagram. So wie unser tägliches, digitales Leben auch aussieht: Du entscheidest, wie du in diese Geschichte eintauchst.“

Lostfriesland ist die erste mobile Mystery-Serie. Perfekte Voraussetzungen für die Serie, die vielleicht das Serien-Highlight made in Germany werden könnte, auf das wir alle schon so lange warten und das auch andere begeistern könnte. Gedreht wird nämlich nicht nur für deutsche Serien-Freaks:

„Ja wir produzieren auf Englisch, weil wir merken, dass viele junge Leute, die zur Zeit von diesen Serien fasziniert sind, die Serien gerne im Original schauen. Wir wollen auch ein bisschen über den eigenen Tellerrand gucken wollen. Wir wollen eben nicht immer nur in unserem eigenen Kram herumwusern, wie das vielfach in Deutschland gemacht wird, meiner Meinung nach. Wir denken, dass das bestimmt auch Leute in anderen Ländern interessiert.“

Richtig losgehen soll es im Februar. Was Sdun und sein Team vorhaben, ist Pionierarbeit. Und produktionstechnisch eine Herausforderung. Eine groß angelegte Crowdfunding-Kampagne soll dabei helfen, Unterstützer und Investoren zu finden. Wer hier spendet kann helfen Lostfriesland so groß zu machen wie es als Idee schon längst ist. Und nicht zuletzt Ostfriesland einen Imagewechsel zu verpassen..

Wenn ihr Bock auf ein neues Serien-Highlight habt, dann spendet ein paar Taler an die Crowdfunding Kampagne auf Startnext. Die läuft noch bis Mitte Dezember. Als Dankeschön gibt es beispielsweise mysteriöse Nachrichten aus Ostfriesland, direkt persönlich an euch, oder aber auch eine Gastrolle in der Serie bis hin zu Workshops, wie ihre mit eurem Smartphone selbst drehen könnt. Wenn ihr vorher lieber noch ein bisschen rumstöbern und euch einen Eindruck von Lostfriesland machen wollt: es gibt schon einige schaurig schöne Videos zum miträtseln, findet ihr alles auf Facebook.

Redaktion

Steffi Groth
Spezialgebiet: Was mit Medien

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