Brockdorff Klang Labor – Fälschung Der Welt

Die Musik des Leipziger Trios Brockdorff Klang Labor wird fälschlicherweise oft für avantgardistischen Kunststudenten-Kling Klang gehalten. Klar, die Texte muten schon etwas dadaistisch an, aber Spaß machen die Songs auf dem erst zweiten Album der Band „Die Fälschung Der Welt“ trotzdem. Und vielfältig sind sie zudem auch noch: ob nun luftigen Synthie-Pop, Elektro-beeinflusste Songs oder gar Hymnenhaftes schüttelt das Labor locker aus der Hüfte. Und auch wieder politische Statements kann man finden, wenn man genau hinhört. Seit dem Debüt mussten fünf lange Jahre ins Land ziehen, bis Brockdorff Klang Labor wieder eine LP releasen, doch das Warten hat sich gelohnt. Wie sagt man so schön? „Gut Ding braucht Weile.“
King Charles – Loveblood

Die Presse beschreibt ihn als „gelegentlichen Schamanen“, und wenn man sich King Charles anschaut, ahnt man, was gemeint ist. Wenn man dann noch in die Songs seines Debüts „Loveblood“ reinhört, ist man schneller verzaubert, als man gucken kann. Doch der psychedelische Dandy mit dem wilden Haar will uns gar nicht mit Voodoo und sonstigem Schnickschnack betören – auch wenn seine Musik auffällig von Afrika und karibischen Rhythmen geprägt ist. Das mag auch an seiner Herkunft liegen, schließlich wohnen gerade im westen Londons, wo King Charles herkommt, viele Bewohner der ehemaligen Kolonien. Musikalisch ist „Loveblood“ ein wilder Ritt durch alle Genres und Instrumente und macht von der ersten Sekunde an eine Menge Spaß.
The Jon Spencer Blues Explosion – Meat & Bone

Bei dem gewaltigen Erfolg unzähliger Blues-Kombos in den letzten Jahren, der mit den Black Keys seinen bisherigen Höhepunkt gefunden hat, war klar, dass die alten Haudegen nicht lange auf sich warten lassen. Und so kommt es, dass der alte Blues-Slacker Jon Spencer zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ein Album veröffentlicht. Was man kaum glauben mag: der inzwischen 47-järige rockt immer noch wie ein junge Hüpfer, der er war, als er vor über 20 Jahren die Band gründete. Spencer schafft es mit seinen Songs auf „Meat & Bone“ den alten, alten Blues wieder frisch klingen zu lassen. Seine Zutaten: ganz viel Soul, Sex und Rock’n’Roll. Ein selten gelungenes Comeback.
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