Danger Mouse And Sparklehorse mit „Dark Night Of The Soul”

Blättert man im Booklet von „Dark Night Of The Soul” könnte man meinen es handelt sich um eine Neuauflage des Großprojekts „USA for Africa”, das 1985 die Hymne „We Are The World” hervorbrachte. Die Liste der mitwirkenden Künstler ist nämlich ziemlich beachtlich. Hier enden allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten. Das neue Album von Danger Mouse und dem kürzlich verstorbenen Sparklehorse ist kein aufgeblasenes Charityprojekt. Und auch musikalisch ist die Marschrichtung eine andere. Gemeinsam mit Musikern wie The Flaming Lips, Julian Cassablancas, Iggy Pop und sogar David Lynch ist hier fast schon ein Sampler entstanden, der 13 völlig individuelle Songs umfasst. Von Rock über Folk bis Psychedelica tauchen sämtliche Genres irgendwo mal auf. Vor der jetzigen Veröffentlichung erschien das Album übrigens schon als Kunstbuch und audiovisuelle Installation in Galerien.
Pintandwefall mit “Hong Kong, Baby”

An sich sind Gruselmasken spätestens seit Slipknot ja eher albern. Bei den vier Mädels von Pintandwefall allerdings, kann man über dieses Accessoire noch mal hinwegsehen. Denn im Gegensatz zu ihren Nu-Metal-Kollegen aus den USA sehen die Finnin das Ganze mehr als Scherzartikel. Mit Zorro-Augenbinde getarnt also legen Pintandwefall jetzt ihr zweites Album „Hong Kong, Baby” vor. Darauf ist ordentlich Punkrock mit Augenzwinkern angesagt. Mehrstimmige Gesänge, zerrige Gitarren und Orgelgewitter bis der Sensenmann kommt. Im September übrigens sind sie bei uns auf Deutschland-Tour – wahrscheinlich immer noch mit Zorromaske.
Kula Shaker mit „Pilgrim’s Progress”

Ach ja, es gibt sie ja wieder. Mitte der 90er steigen Kula Shaker einst ruckartig in die erste Liga des Brit Pop auf und hechten mit ihrem Debütalbum „K” an die Spitze der Britischen Charts. Bis heute eins der schnellst-verkauften Debütalben des Popzeitalters. 1999 ist allerdings schon wieder Schluss und die vier Londoner gehen getrennte Wege. Seit vier Jahren sind Kula Shaker mittlerweile aber wieder aktiv und veröffentlichen jetzt ihr viertes Album „Pilgrim’s Progress”. Die alten Wurzeln sind darauf immer noch unüberhörbar. Neben Psychedelic-Parts und Brit-Rock gesellen sich aber auch leichte Folkeinflüsse dazu, wie im Song „All Dressed Up”. Unterm Strich ist „Pilgrim’s Progress” ein gelungenes Indie-Album – ein Wurf wie mit ihrem Debütwerk „K”, wird Kula Shaker damit aber höchst wahrscheinlich nicht gelingen.
Tweet Follow @FluxFM




Dein Kommentar