Dillon, The Chap und Kitsuné Maison

Dillon – The Silence Kills

Lykke Li, Feist und sogar Björk werden genannt, wenn der Name Dillon fällt. Doch um Dominique Dillon de Byington zu verstehen, reichen diese Vergleiche nicht aus. Die gebürtige Kölnerin mit brasilianischen Wurzeln veröffentlicht ihr Debütalbum „The Silence Kills“ ungewöhnlicherweise auf dem Elektro-Label „Bpitch“. Das liegt am Geschmack von Labelchefin Ellen Allien, die damit ganz neue Wege beschreiten will. Die Idee wird aufgehen, denn die 23 jährige Dillon liefert mit ihrem Debütalbum eine Platte, die Lust macht, sie in einem Zug durchzuhören. Mit vielen kleinen, kaum hörbaren Elementen, wie einem Schnippsen, oder Kettenrasseln taucht man ein, in die träumerischen Songs – von denen sich auch Frau Li und co noch inspirieren lassen könnten.

Kitsuné Maison – Compilation 12

Knutschen, durchfeierte Nächte oder die Autobahnfahrt in den Urlaub. So ziemlich jede Situation hat ihren perfekten Soundtrack. Die Jungs und Mädels vom Kitsuné Maison schaffen es, eine Compilation unter die Leute zu bringen, die man als Soundtrack-Allrounder bezeichnen kann. Sie untermalt so ziemlich alle vorstellbaren Gelegenheiten.

„True Romance“ von „Citizens!“, zum Beispiel, bringt die Pärchen direkt in zweisame Verschlungenheit, wogegen „I Don’t Know What To Do“ von „The Magician“ ein Ausflug in die 80er ist. Der rote Faden auf dieser Platte, der all die Stimmungen, die man da durchlebt: die durchgängige elektronische Basis, die in jedem Song zu finden ist. Compilation Nummero 12 ist ein musikalisches, elektronisches Abenteuer, auf das man sich einlassen muss – und sollte.

The Chap – We Are The Best

„Musik machen, die falsch klingt“, so das Kredo der Jungs von The Chap. Was im ersten Moment konfus klingt, macht beim Hören von „We Are The Best“ absolut Sinn. Die Platte klingt nach einem geordneten Durcheinander – aufbereitet mit stimmlichen Spielereien und kratzigen Gitarreneinschlägen. Genretechnisch sind The Chap allerdings nicht greifbar – und das macht sie so besonders. Denn wo „We Work In Bars“ indie-poppig klingt, kommt „Woop Woop“ mit Dubstep Klängen daher. Die fünfte Platte des Quartetts ist eine phantastische Reise durch die Wirren ihrer „falschen“ Musik, die so falsch überhaupt nicht ist.



 

 

18.11.2011

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