Foals – Tapes

Warum sollten wir euch Alben von nur einem Künstler vorstellen, wenn es Künstler gibt, die sich die Mühe machen uns wunderbare Mixtapes ihrer Lieblingssongs zusammen zu schrauben? K7!-Records bringt diese Woche einen besonders bunten Blumenstrauß für sich selbst auf den Markt. Das Label feiert gerade seinen 27ten Geburtstag und beschenkt sich selbst mit einem DJ-Mix von Foals. Und der ist so absurd wie die Katzen, die dessen Cover zieren. Es gibt Afrikanischen 80er Pop, griechische Folklore, Mathrock, aber dann eben auch Nicolas Jaar oder Caribou. Zusammen gestellt wurden die Songs von Keyboarder Edwin Congreave und sollen den Geschmack der ganzen Band wiedergeben. „Ich hab Musik ausgewählt, die wir in den vergangenen Jahren gemeinsam gehört haben“, sagt Congreave.
Arkells – Jackson Square

Gerade haben wir erst We Are Augustines gefeiert, die mit ihrer Debütplatte rauhe Emotionen für echte Männer propagierten. Jetzt kommen Arkells, ein Quintett aus Kanada, und schlagen in eine ähnliche Kerbe. „Oh, The Boss Is Coming“, eine ihrer ersten Singles, knackte in ihrem Heimatland die Top 10 und gibt auch schon den größten Einfluss der Band preis: Bruce Springsteen tropft aus dem Debübalbum Jackson Square aus jeder Ritze. Jetzt könnte man denken: „Na gut, dafür haben wir doch aber schon The Gaslight Anthem.“, stimmt auch irgendwie, aber die Kanadier sich doch einfach eine Spur roher und gewitzer. Sie mischen ihrem Gitarren Rock hier und da einen Hauch R’n'B bei, manchmal ist es auch ein 80er Jahre Pop-Keyboard. Als Dresscode lässt sich nichtsdestotrotz am besten ein karierten Hemd empfehlen. Tattoos wären auch gut.
Chromatics – Kill For Love

„My my, hey hey, Rock’n'Roll is here to stay“, ein Text, der Musiker seit Jahrzehnten beeindruckt. Auch Chromatics greifen auf ihrem neuen Album Kill For Love den Song von Neil Young auf und benutzen ihn als Opener – in einer eigenen verhallt schillernden Version, versteht sich. Auch wenn man das beim Hören nicht denkt, die Band aus Portland existiert schon seit 2001 und doch klingt ihre neue Platte, als wären sie gerade die neueste, vom NME ausgerufene heiße Newcomerband. Die warme Stimme von Sängerin Ruth Radalet schmilzt durch die pluckernden Beats und die fließenden Gitarrenklänge. Den Tracks auf dem vierten Album der Amerikaner wohnt eine bonbonsüße Laszivität inne, der sich dem teilweise düsteren Sound der Synthesizer entgegen setzt. Dadurch schaffen es Chromatics eine ganze eigene, eindruckvoll knisternde Dynamik zu entwickeln.
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