Klaxons mit „Surfing The Void”
Vor drei Jahren spuckten sie noch Nu Rave aus. Jetzt kommen die vier Londoner mit neuem Album zurück – ohne Smileys, Laserstrahlen und Neon-Fetzen am Körper. „Surfing The Void” planscht auf keiner Trendwelle sondern bietet experimentierfreudigen Indie ohne viel Schnickschnack. Kaum Synthies dafür viel Platz für konventionelle Vertreter wie Schlagzeug, Bass und Gitarre. Mal bissig, mal geradeaus elektro-rockig. Die Hit-Dichte allerdings – sie ist auf der Strecke geblieben. Taugte ihr Debüt „Myth Of The Near Future” noch als idealer Soundtrack für jede Indieparty – ist „Surfing The Void” doch wesentlich sperriger.
Earthbend mit “Attack Attack Attack”
Warum eigentlich immer Berlin?! Deutschlands Musikszene konzentriert sich – zumindest gefühlt – zu 99 Prozent in der Hauptstadt. Das folgende Trio lässt sich von solchen Werten nicht beeindrucken. Earthbend kommen aus dem beschaulichen Finsterwalde in Brandenburg und starten von dort aus ihre Kampfansage: „Attack Attack Attack”. So heißt nämlich ihr zweites Studioalbum – aufgenommen und produziert – naja, zumindest größtenteils in Finsterwalde. Ähnlich wie ihre Heimat ist auch ihr Sound: Unaufgeregt, erdig und alles andere als Hip. Bewusst! Earthbend machen Rockmusik mit Gitarrensoli, geradlinigen Riffs und Orgel. Wer braucht da schon Berlin?
Earl Greyhound mit „Suspicious Package”
Wann bitte hat man zuletzt ein Schlagzeugsolo auf einer Aufnahme gehört?! Gut – von Free-Jazz-Aufnahmen jetzt mal abgesehen. Das dürfte wahrscheinlich zu Zeiten von The Who-Trommler Keith Moon gewesen sein. Anno 2010 traut sich nun mal wieder eine Band: Earl Greyhound aus Brooklyn New York. Auf ihrem zweiten Album „Suspicious Package” darf Drummer Ricc Sheridan ab und an mal so richtig die Sau rauslassen. Neben Rhythmuseinlagen fährt das Trio aber auch noch reichlich Gitarrengegniedel und mehrstimmige Satzgesänge auf.
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