
Gut, das ist also Minimalismus. Smoke Blow nennen ihr neues Album einfach „The Record”. Manche werden da kichern, andere mit den Augen rollen. Wir hingegen loben einfach mal. Denn das immerhin schon siebte Werk der Hardcore-Punker aus Kiel klingt einfach schnörkellos und da passt so ein Albumtitel wie Punkrock zum SO36. Würden wir in der Werbebranche arbeiten oder für den Metal Hammer schreiben, dann würden wir in Bezug auf Smoke Blow sogar den Ausdruck „in your face” benutzen. Da wir aber weder Werbefuzzis noch Metaltypen sind, sagen wir einfach mal: Smokeblow veranstalten auf „The Record” im Prinzip das, was sie schon seit 1999 machen: lauten, aggressiven, Straßenköter-Drecksau-Hardcore-Punk. Finden wir prima. Manchmal zumindest. Vor allem im SO36.

Das die Briten unsere schöne kleine Tax-Free Insel Helgoland Heligoland nennen ist dem ein oder anderen bestimmt noch nicht bekannt gewesen. Spricht man aber von der englischen Küstenstadt Bristol fallen einem direkt mal Posrtishead, Tricky und Massive Attack ein – also nichts Neues von der Insel. Was in diesem Fall ziemlich gut ist. Denn auf 3D und Daddy G ist verlass – tiefste Tiefen werden auch auf dem neuen Massive Attack Album, „Heligoland” in typischer trip hop manier ausgelotet. Natürlich wieder mit Gastsängern, wie dem Reggae Star Horace Andy und Damon Albarn, der auch schon auf dem Vorgänger 100th Window vertreten ist. 20 Jahre Verlässlichkeit in Sachen Düsternis, Schwermut und bildender Kunst – da sind und bleiben Massive Attack eine verlässliche Konstante.
Pantha Du Prince mit „Black Noise”

Bereits mit seinem ersten Album „This Bliss” hat sich Hendrik Weber 2007 alias Pantha Du Prince einen mehr als festen Platz in der europäischen Elektrowelt erspielt. Jetzt holt er als erster deutscher Act auf dem britischen Kultlabel „Rough Trade” zum ganz großen Schlag aus. Für sein neuestes Werk „Black Noise” fuhr Weber extra in die Schweizer Alpen um an einem Ort, der schon vor über 100 Jahren von einem Erdrutsch verwüstet wurde, um zwischen Geröll und idyllischer Alpenlandschaft seine Sounds aufzunehmen. Aber Phanta Du Prance will mehr, als nur irgendwelche Fieldrecordings mit Beats zu versehen. Sein Ziel ist die Dreidimensionale Musik zu erschaffen. Ähnlich wie die befreundeten Animal Collective, deren Sänger Noah Lennox alias Panda Bear auch auf Black Noise zu hören ist. Um mal in die ganze Schwärze des neuen Pantha Du Prince Albums zu tauchen, (die Nummer) „The Splendour”, bei der Tyler Pope von !!! die Bass Gitarre in tiefste Tiefen runterbrummt.
Tweet Follow @FluxFM



Dein Kommentar