The Gaslight Anthem, Robyn und Kele

The Gaslight Anthem mit “American Slang”

The Gaslight Anthem: das ist Jersey-Sound 2.0. Gerade mal 5 Jahre im Geschäft und schon spielen die smarten Jungs aus New Brunswick ganz weit vorne in der Punk-Rock Liga mit. Kürzlich hat sich sogar Bruce Springsteen, „Godfather Of American Soul-Rock”, als Fan geoutet. Na wenn das mal nicht das Selbstbewusstsein stärkt! Das aktuelle Album „American Slang” kann die übergroßen Fußstapfen seines Vorgängers „The 59′ Sounds” definitiv ausfüllen, wenn nicht sogar noch ausweiten. Songs, wie das schlaggewaltige „Boxer” oder der gleichnamige Song zur Platte verwandeln sich schon nach erstmaligem Hören in hartnäckige Ohrwürmer und schwirren wohl noch den gesamten Sommer in unseren Gehörgängen. Es gibt schlimmeres!

Robyn mit „Body Talk Part 1″

Charterfolg heißt bekanntlich nicht automatisch gleich gute Musik. Nur zur Erinnerung – auch Schnappi das Krokodil stürmte einst an die Spitze der Hitlisten. Bei der schwedischen Sängerin Robyn, kann man allerdings tatsächlich auf ihre gut 20 Platzierungen vertrauen. „Body Talk Part 1″ heißt jetzt ihr fünftes Album und ist das erste einer Trilogie, die noch in diesem Jahr vervollständigt wird. Optisch im Rohling-Stil gestaltet, hat Robyn darauf wieder alle Parameter für eine gelungene Elektro-Pop-Platte beachtet. Synthies und Beats marschieren im Gleichschritt – darüber formt ihre jugendlich klingende Stimme die Melodien. Tanzbar, eingängig und aufwändig produziert. Wäre also nicht weiter verwunderlich, wenn wir bald auch von „Body Talk Part 1″ den einen oder anderen Song in den Charts sehen.

Kele mit The Boxer

Als Sänger der Liverpooler Band Bloc Party konnte sich Kele Okereke in der Indie-Rock-Liga bereits einen Namen erkämpfen. Jetzt wechselt er das musikalische Ufer und steigt mit seiner Elektro-Explosion „The Boxer” alleine in den Ring. Auf der Scheibe erwarten euch heiße Dance-Rhythmen, eingängige Texte und vibrierende Bässe. Da schlagen Tänzerherzen auch mal außer Takt. Hits wie „Tenderoni” oder „Everything You Wanted” beweisen, dass Herr Okereke auch Solo eine extrem gute Figur abgibt. Da erscheint es eher fraglich, ob Bloc Party noch mal wiederbelebt wird. Solange uns Kele mit seiner guten Laune und weiteren solcher Scheiben beglückt, können wir den Verlust aber verkraften.



 

 

21.06.2010

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