The Vaccines – Come Of Age

Mit ihrem 2. Album „Come Of Age“ machen unsere Lieblings-Briten von The Vaccines genau da weiter, wo sie bei ihrem Debüt aus dem letzten Jahr aufgehört haben – scheint es! Denn umso weiter die neue Platte voranschreitet, umso probierfreudiger werden auch die elf Songs auf „Come Of Age“. So zitiert die erklärte Pop-Band Blues, Post-Punk, Country oder 60s Pop.
Den Titel der Platte sollte man allerdings nicht zu ernst nehmen: die Songs klingen jetzt nicht reifer und erwachsener – vielmehr wollten die Spaßvögel von The Vaccines einfach den Journalisten den Wind aus den Segeln nehmen. Eines ist die Musik des Vierers aus London aber ganz unbedingt: unglaublich tanzbar in seinen schnellen Momenten und sehr atmosphärisch, wenn sie sich die Jungs etwas zurücknehmen. Das traditionell schwierige 2. Album einer jungen Indie-Band ist diesmal ausnahmsweise gelungen – und wie!
Archive – With Us Until You’re Dead

Der Titel der neuen Archive-Platte klingt ein bisschen wie eine Drohung: With Us Until You’re Dead. Mit uns bis in den Tod? Das britische Triphop-Kollektiv Archive auf den Spuren unzähliger Rentner-Rocker wie Motörhead? Na, ganz so wild ist es dann doch nicht, wie Gründungsmitglied Darius Keeler erklärt: “I mean, the album title: it’s a lyric that Dave wrote, so we didn’t have that in mind but I think, hopefully, we’ll be like Motörhead you know? Great band…“
Musikalisch gibt es keine einschneidenden Veränderungen auf Album Nummer 8, dafür aber thematisch: auf der ersten Platte seit drei Jahren geht es diesmal einzig und allein um die Liebe, ein Thema das Archive bis jetzt gemieden haben. Viel Veränderung also, auch weil das Bandkollektiv um einen neuen Sänger bereichert wurde. Doch genau das macht das gute Gewissen der britischen Experimental-Musik seit fast 20 Jahren aus. Da sagt man doch gerne „With Us Until You’re Dead“.
Two Door Cinema Club – Beacon
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Nach dem überwältigenden Erfolg des Debüts von Two Door Cinema Club legen die smarten Nordiren jetzt endlich nach. Beacon heißt das neue Werk, dessen erste Single „Sleep Alone“ ja schon seit Wochen im Internet rumgeistert. Der Track, der den Fans den Mund wässrig machen soll, ist der Band sehr wichtig, erzählte Sänger Alex Trimble: „This is an important song for us, this is a transitional track. What we feel is a bridge between “Tourist History” and “Beacon”. It gives you an idea of where we’re heading.” Die Band aus Bangor will also nicht mehr auf der Stelle treten, sondern auch mal Neues ausprobieren. Das gelingt ihnen streckenweise schon ganz ordentlich, an anderen Stellen darf das Trio aber noch mal üben. Doch die Ansätze sind schon spürbar: unter die High-Tempo-Tracks mischt sich diesmal auch die eine oder andere ruhige Nummer. Und beim Titeltrack „Beacon“ denkt man sogar eher an entspannte Stunden als an durchtanzte Nächte in der Indie-Disko. Diese Experimentierfreude muss man Two Door Cinema Club hoch anrechnen. Und bis sie die perfektioniert haben, versüßt man sich eben die Zeit mit „Beacon“.
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