The xx, Amanda Palmer und Two Gallants

The xx – Coexist

The xx, das war vor drei Jahren DAS Phänomen der Musikszene. Keiner hatte vorher Musik gemacht wie diese drei Briten. So weich und durchdringend, pur und doch mit einer Attitüde, dass es einem kalt den Rücken runterlief. Doch wenn man schon am Anfang alle Leute von den Stühlen haut, wie soll man das dann noch toppen? The xx standen mit ihrem zweiten Album vor einem Problem: Sie konnten ihren Sound nicht beibehalten, denn dann wären sie langweilig. Sie konnten ihn aber auch nicht ändern, weil sie dann die Fans vergrätzen würden. Aber Coexist zeigt, dass sich Oliver Sims, Romy Madley Croft und Jamie Smith dem vollauf bewusst waren: Auf einem schmalen Grat wandern sie auf dem ihnen eigenen Sound und erweitern ihn aber in der zweiten Hälfte des Album um die Clubsounds, die Jamie aus seinen Soloprojekten mit in die Band bringt. Zudem sind die drei Londoner auch einfach erwachsener und selbstbewusster geworden: Coexist zeigt eine Band, die Hoffnung gibt, dass in Zeiten von einer immensen Musikflut doch noch bedeutende Dinge geschehen.

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Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestra – Theatre Is Evil

Amanda Palmer ist den meisten als Sängerin und Pianistin der Dresden Dolls bekannt. Die liegen bekanntlich seit längerem auf Eis – auch deswegen, weil Amanda Palmer seit 2008 ihre Solo-Karriere vorantreibt. Da erschien das sehr erfolgreiche Debüt, und weil im letzten Jahr das zweite Album kaum Beachtung und Käufer fand, fehlte jetzt die Knete für die dritte LP. Da die Frau aber seit dem Erfolg der Dresden Dolls fast schon kultisch verehrt wird und sich einer großen Fangemeinde erfreuen kann, hat sie sich was ausgedacht: ihre Fans hat sie dazu aufgerufen, an sie zu spenden, damit sie die Kosten für ein neues Album stemmen kann. Bloß dass sie diese 100.000 $ innerhalb von 4 Std. zusammenhaben würde, hat sie nie erwartet. Inzwischen sind sage und schreibe 1,2 Mio. $ im Topf und mit denen wurde für „Theatre Is Evil“ richtig geklotzt: Palmer wurde das „Grand Theft Orchestra“ zur Seite gestellt, das die aufwändigen Arrangements perfekt umsetzt. Die Songs pendeln zwischen Indie-Rock und Barock-Pop, immer im Vordergrund bleibt aber Amandas unverkennbare Stimme.

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Two Gallants – The Bloom And the Blight

Adam Stevens und Tyson Vogel verkörpern das amerikanische Paradebeispiel zweier Freunde, die sich schon von Kindheit auf kennen. Beiden wurde die Liebe für Musik in die Wiege gelegt. Und, weil es eben deswegen so passt, beschließen sie im frühen Alter gemeinsam Musik zu machen. Nach so einigen Experimenten entsteht 2002 die Indie-Rockband Two Gallants.
Nach drei Alben – in drei Jahren – und ein wenig Pause im Nachhinein bringen die beiden Kalifornier nun ihr viertes Album endlich raus – das erste seit 2007.
“The Bloom And the Blight” ist eine Meditation über Gegenwart und Vergangenheit – gepaart mit schlagfertigen Lyrics und explosiven Sounds.
Aufgenommen wurde das neue Werk mit dem Produzenten John Congleton – der u.a. mit Größen wie Explosions In The Sky, Modest Mouse und St. Vincent gearbeitet hat. Bei dieser Platte wird schnell klar, die Jungs sind nicht nur gereift sondern hauen mit so ziemlich jedem Song des Albums einen Ohrwurm raus.

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07.09.2012

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