
Gerade einmal 310.000 Menschen leben dort. Die meisten, so scheint es, gründen eine Band, wenn sie nicht gerade Feen suchen oder wegen der Finanzkrise ihre Regierung stürzen. Die Rede ist von Island. Nach Björk, Gus Gus und Sigur Rós steuert jetzt die nächste Band von der kleinen Insel hoch im Norden auf das europäische Festland zu: „Who Knew”
Anders als die dezent durchgeknallte Björk oder die Post-Rocker Sigur Rós entern Who Knew Kontinentaleuropa mit wesentlich leichterer Musikkost: Indie-Pop. Für ihre Songs haben die sechs Jungs aus Reykjavik ganz ungeniert in gleich zwei Popkulturen gestochert: Diesseits und jenseits des Atlantiks. Europäischer New Wave trifft auf amerikanischen Sixties-Rock. Heraus kommen wilde Songs, angetrieben vom Wechselspiel Keyboard und Gitarre.
Momentan spielt das Sextett sein Debütalbum ein, das Mitte des Jahres erscheinen soll. Über die Demo-Aufnahmen war man in Island schon mal kollektiv entzückt. Während also durch die Finanzkrise viele Inselbewohner pleite gegangen sind und die Alkoholsteuer immer noch barbarisch hoch ist, weiß man wenigstens gute Musik immer noch zu würdigen.
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