Neue Alben: Yeasayer, Bonaparte und Dispatch

Yeasayer – Fragrant World

Die letzte Platte Odd Blood war noch von fröhlichen afrikanischen Klängen geprägt und begeisterte weltweit die Massen. Auf dem neuen Album „Fragrant World“ nun zeigen Yeasayer wieder ihre etwas dunklere Seite, was aber nicht heißen muss, dass sie sich dem Goth-Hype der letzten Monate anschließen. Das hat die Band aus Brooklyn nicht nötig. Besonders, wenn sie weiter so gut klingen. Und das tun sie auf ihrem neuen Album.

Die Gitarren werden etwas vernachlässigt und dafür wieder Keyboards, Synthesizer und Drumcomputer ausgepackt. Das Ergebnis: einerseits romantische Hymnen wie „Henrietta“ und andererseits pumpende Stomper, wie die kommende Single „Reagan’s Skeleton“. Trotz aller Veränderung bleiben Yeasayer durch und durch die Band, die man in den letzten Jahren einfach lieben gelernt hat – Hut ab!


Bonaparte – Sorry, We’re Open

Ein dröhnendes Nebelhorn kündigt die unheilvolle Ankunft an: das Intro zur neuen Platte der Berliner Theaterpunks von Bonaparte ist die perfekte Einleitung zur ersten Single „Quarantine“, die Sänger Tobias Jundt mit dem Boys Noize-Gewächs Housemeister aufgenommen hat. Überhaupt ist das neue Album „Sorry, We’re Open“ sehr elektronisch geraten. Neben Housemeister sind nämlich auch Siriusmo oder die seelenverwandten Deichkind zu Gast, um die Bude gnadenlos abzureißen.

Mit „Sorry, We’re Open“ ist Bonaparte zweifellos ein großes Party-Album gelungen, das eine Rückkehr zu alter Form aufzeigt. Der elektronische Sound ist rau, treibend und bratzig aber trotzdem kein unangenehmes Geboller, sondern rhythmisch und ansteckend.


Dispatch – Circles Around The Sun

Die Geschichte der amerikanischen Band Dispatch ist schon eine erstaunliche. Obwohl es sie schon seit 1996 gibt, haben sie dieses Jahr zum ersten Mal in Europa gespielt. Seit 2000 hat die Band kein Studioalbum mehr veröffentlicht und trotz der Auflösung im Jahr 2004 blieb ihre Musik in aller Munde. Gerade die Fan-Base ist so treu wie kaum eine andere. Zum Abschiedskonzert kamen weit über 100.000 Menschen aus aller Welt. Dabei ist die Band bei keinem großen Label, sondern vertreibt ihre Musik ganz einfach selbst.

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In den 90s war die Band die Alternative zu den unzähligen Collegerock-Bands und diesen entspannten Vibe hat das Trio beibehalten. Inzwischen klingen sie zwar etwas gesetzter, haben an Frische allerdings nichts eingebüßt. Eine Mischung aus Country, Alternative, Independent, Folk und Pop macht „Circles Around The Sun“ zu einem sehr vielseitigen Album, auf dem man immer wieder neues entdecken kann.


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17.08.2012

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