
Ob Rap, Klassik, Pop oder Elektro – es gibt nur wenig, was Chilly Gonzales musikalisch noch nicht ausprobiert hat. Sein Interesse für Musik und Instrumente kommt schon früh zum Vorschein. Bereits mit drei Jahren spielt Gonzales lieber auf dem Klavier, als im Sandkasten. Später studiert er sogar klassisches Piano an der McGill Universität in Montreal. Mitte der 90er erscheinen dann seine ersten beiden Alben, die allerdings nur wenig Aufsehen erregen. Chilly Gonzales, mit bürgerlichem Namen Jason Charles Beck, beschließt einen Neuanfang, packt seine Koffer und zieht 1999 nach Berlin.
In der deutschen Hauptstadt läuft es wesentlich besser für den Kanadier. Er veröffentlicht mehrere Alben und wird zum gefeierten Helden mit seiner Mischung aus elektronischer Musik, Rap und Klassik-Elementen. Es folgen Duette mit Peaches und Feist – schließlich kehrt er aber auch Berlin den Rücken und siedelt 2003 in die nächste Europäische Hauptstadt: nach Paris. Dort schüttelt er den Geruch des Berliner Elektroundergrounds ab und besinnt sich auf seine klassischen Anfänge. „Solo Piano” heißt 2004 Chilly Gonzales’ gefeiertes Instrumentalalbum.
Neben seiner eigenen Musik probiert er sich mehr und mehr als Produzent und arbeitet u. a. mit Feist und Jane Birkin. Live zu sehen ist Weltenbummler Chilly Gonzales übrigens am 11. September beim Berlin Festival auf dem Flughafen Tempelhof. Vorher verrät er uns aber noch seine persönlichen All-Time-Favorites. Beim MotorFM Ohrspiel mit Chilly Gonzales.
Die Tracks:
1. 50 Cent – Many Men
2. Michael Jackson – Liberian Girl
3. Nick Kershaw – Wouldn’t It Be Good
4. Eric Prydz – Pjanoo
5. Mocky – Birds Of A Feather
6. Ratatat – Loud Pipes
7. R. Kelly – Step In The Name Of Love
8. Prince – I Would Die For You
9. Oasis – Champagne Supernova
10. Rick Ross feat. R. Kelly – Speedin’
11. Bruce Spingsteen – Dancing In The Dark
12. Iggy Pop – Motor Inn
13. Billy Joel – Big Shot
14. Teki Latex feat. Lio – Les Matins de Paris
15. Bee Gees – Living Together
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