Radio Arty mit “Die Linie überschreiten”

…mit den Ohren gucken!

Berlin ist nicht nur Hauptstadt der Musik, sondern auch Hauptstadt der Kunst. Und damit die auch mal zu Wort kommt, reißt Yaneq jeden Donnerstag die Ohren ganz weit auf und lädt sich die passenden Gäste aus der Szene ein.

Er informiert, welche spannenden Künstler gerade in der Stadt sind und welche Vernissage man auf keinen Fall verpassen sollte. Danach wird die maßlose Fülle an Galerien, Vernissagen, Aktionen und Auktionen keinen mehr schocken.

Radio Arty – Kolossale Musik, krasse Kunst und kulturelle Kollateralschäden – eine Stunde MotorFM zum Einrahmen und an die Wand hängen.


Yaneq hat wieder seinen Poetry Clip der Woche dabei. Diesmal heißt dieser “Pflastersteine” und ist von Koschuh .

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Gruppenausstellung „Die Linie überschreiten. Eine Zeichnungsausstellung“

Diese Woche sind vier der 19 Künstler zu Gast bei Radio arty, die auf der von Florian Müller-Klug kuratierten Zeichungsausstellung „Die Linie überschreiten“ ihre Arbeiten zeigen: Stefka Ammon, Chris Bierl, Fabian Fobbe und

Stefka Ammon

Stefka Ammon studierte nach einer Ausbildung zur Steinbildhauerin an der Kunsthochschule Weissensee und der Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia von 1993 – 2001 Bildhauerei. Sie arbeitet in den unterschiedlichsten Medien – Stein kommt allerdings (fast) nicht mehr vor… Ihre Themen sind kulturelle und mediale Projektionen, dene wir uns hingeben und die sie genüßlich seziert. Seit 2006 ist sie Mitglied bei Stedefreund – ein spannender Projektraum, der auf der diesjährigen Preview sein 5-jähriges Jubiläum feiern wird!

www.stefka-ammon.de, www.stedefreund-berlin.de

Chris Bierl

Grundsätzliche Überlegungen und Experimente zur Prozessualität, zu chaotischen Systemen und zu Materialien, die unterschiedliche Zustände annehmen können, führten zu einer extensiven Bildproduktion mit fotografischen Mitteln und Video. Chris Bierl thematisiert das Verhältnis von Prozess und Ergebnis zunehmend im Zusammenhang von installativen Arrangements und Bildobjekten. Er nähert sich seinem Interesse nur selten zeichnerisch, allerdings kann man seine Arbeiten durchaus unter einem erweiterten Zeichnungsbegriff einordnen.

Seine künstlerischen Ansätze lassen sich in der Nähe von naturwissenschaftlichen Phänomen und Fragestellungen im Diskursfeld „art and science“ ansiedeln und basieren auf seinem bisherigen, vielschichtigen Werdegang. Sie generieren Fragestellungen, die er aus anderen Kontexten in seine künstlerische Arbeit hineinträgt. Derzeit absolviert der in Berlin lebende Künstler sein Meisterschülerstudium an der HGB Leipzig bei Prof. Dr. Blank.

Fabian Fobbe:

Aussschnitt aus einem Text von Dietmar Kohler in 2010:

„…das bildliche Vokabular des 1978 in Hannover geborenen Künstlers speist sich aus dem Pixelstrom des Cyberspace. Seine schematisierten, an stereotype Charaktere der Medien- und Werbewirklichkeit erinnernden Figuren setzen sich aus diversen Einzelelementen zusammen, welche boden- und haltlos in undefinierbaren Bildräumen zu schweben scheinen. Ihre malerisch-heterogene Zusammensetzung aus illusionistischen und abstrakten Elementen, aus klar konturierten geometrischen Grundformen, aus gestischen Setzungen und zufälligen Strukturen verstärkt den Eindruck ihrer Zerrissenheit gegenüber ihrer eigenen Verfasstheit.

Aus der virtuellen Bildlichkeit des Cyberspace (image) herausgerissen und in der konkreten Materialität des Gemäldes (picture) verortet, erfahren die Figuren in den Bildern Fobbes einen Konflikt, der sich in umgekehrter Weise auch auf die Betrachter (und den Urheber) dieser Gemälde übertragen lässt. So mag man die Konfrontation von Virtualität und Materialität, von unbegreifbarem Datenstrom und eigener Leiblichkeit ebenso als Schockzustand wahrnehmen, wie er sich auf vielen der gemalten Gesichter in Fobbes Gemälden spiegelt. In diesen Gesichtern, im manuellen Gemacht-Sein dieser Figuren, ist die subjektive Empfindung und der individuelle Ideenreichtum des Malers verkörpert, hier kollidiert ein persönlicher, privater Kosmos mit der Anonymität und Öffentlichkeit der Bilderflut aus dem Cyberspace…“

Jovanna Popic:

Jovana Popic arbeitet in ihren Projekten mit zeitgenössischer visueller Sprache und benutzt dabei die Medien Zeichnung, Installation, Video, Fotografie, und Ton. Vor der Ausarbeitung ihrer Projekte versucht sie, sich ganz auf die Umgebung, mit der sie sich beschäftigt, einzulassen. Sie reagiert auf die Menschen, die Kultur, die Ereignisse und die Geschichte, sowie auf die Natur des Ortes. Daraus entsteht die Grundlage für ihre Arbeiten, die einen eigenen Zeit-Raum Kontext haben

Jovana Popic

Grunewaldstr.9

D-10823 Berlin

+49 1788240999

www.jovanapopic.com

Schau Fenster – Schauraum für Kunst

Lobeckstraße 30-35, 10969 Berlin



 

 

04.08.2011

RADIO ARTY

Donnerstag 19 Uhr
Dienstag um Mitternacht (Wdh)

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