Protonet - Der einfachste Server der Welt

Protonet – Der einfachste Server der Welt

▷ Letzte Änderung: 2014-06-10
By Diana Hagenberg [FluxFM] |

Seit Edward Snowden ist die Welt ein bisschen ungemütlicher geworden. Was nicht an ihm liegt, sondern an dem, was er uns über die NSA wissen lässt. Datensicherheit ist seitdem zum hohen Gut erklärt geworden. Das erklärt wohl auch den fulminanten Crowd-Investment Erfolg des Startups Protonet. Die bieten Miniserver für Unternehmen an, damit diese ihre Daten nicht auslagern müssen. Innerhalb von wenigen Stunden hatten sie ihr Ziel erreicht – heißt: 1,5 Millionen Euro zusammen.


„Im letzten Jahr wurden unsere düstersten Erwartungen von der Realität überholt. Für die einen sind unsere Daten zu einem neuen Schlüsselloch geworden. Für andere ist es das neue Öl. Wir müssen Protonet jetzt für alle Unternehmen erschwinglich machen.“

Mit diesen Worten warb das Hamburger Startup Protonet für die Investition in sein neuestes Produkt. Maya heißt es und ist, wie seine älteren Brüder, ein Miniserver für Kleinunternehmen. Dafür hat Protonet eine eigene Software entwickelt, die es Gruppen erlaubt – ähnlich wie in einer Cloud – effizient und schnell zusammenzuarbeiten. Philipp Baumgaertel vom Protonet Business Development zur Besonderheit des Servers:

„Diese Software läuft auf einem eigenen Stück Hardware, das ist so ein orangene Box und die steht bei mir im Office – und die ist ganz leicht zu bedienen, hat nur einen Knopf, was dazu führt, dass ich als kleines Unternehmen die Möglichkeit habe, den Komfort der Cloudtools zu nutzen – aber bei voller Datenhoheit.“

Der einfachste Server der Welt – so der Leitsatz von Protonet. Wer eine Email-Adresse einrichten kann, kann die Software bedienen. Strom an und schon geht es los – ganz ohne Vorkenntnisse, so Philipp Baumgaertel:

„Es ist egal, ob ich im Office sitze oder auf Hawaii. Wir bauen diese Box so, dass man sich nicht auskennen muss. Der Grund, warum wir das machen ist: Wir möchten, dass sich die Leute unabhängig machen.“

Unabhängig sollen Kunden nicht nur von Protonet sein, sondern auch von den großen Internet-Konzernen. Denn diesen gehören die Clouds und Tools, die üblicherweise in Unternehmen verwendet werden. Philipp Baumgaertel:

„Wir wollen, dass uns auch das Internet gehört, das heißt, uns muss auch die Hardware – sprich diese ganzen Server etc. – das muss uns gehören und deswegen haben wir diese Box gebaut.“

Damit die Daten auch wirklich bei den Nutzern bleiben, wird der Goldstandard der Verschlüsselungstechnik benutzt: die sogenannte SSL-Verschlüsselung. Diese kommt beispielsweise auch beim Online-Banking zum Einsatz. Philipp Baumgaertel sagt:

„Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, wir sind total sicher. Nichts ist total sicher. Wenn jemand sagt, etwas ist total sicher, dann entspricht das nicht der Wahrheit.“

Aber auch wenn es absolute Sicherheit im Netz nicht gibt – diese kleine orangefarbene Box ist immerhin ein Anfang.

Redaktion

Alexander Brust
Spezialgebiet: Stadtleben, Aktuelles und alles, was sonst noch so anfällt.

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