Breitbild: Neue Web-Serie H+

H+ - The Digital Series

Wir machen zwar Radio aber natürlich schauen wir auch begeistert TV. Besonders wenn uns neue, spannende Serienkonzepte in die Hände fallen – wie jetzt wieder H+. Das ist eine brandneue Web-Serie, die ausschließlich auf Youtube angeschaut werden kann – und das obwohl sie durchaus aufwändig von Warner produziert wird. Worum es bei H+ geht und was noch besonders an der Web-Serie ist, haben Jan Mölleken und Sebastian Mösch mal für euch zusammengefasst:

Was wäre wenn wir wirklich immer online sein könnten? Nicht per Handy, Tablet oder Computer – sondern, wenn das Netz direkt durch unsere Nervenstränge flösse? Das ist die Frage der die brandneue Web-Serie H+ nachgeht. Die klare Antwort: Es ginge schrecklich schief.

Aber der Reihe nach: In nicht allzu ferner Zukunft gelingt es Forschern des Technologie-Startups “H+ Nano” ein winziges Transplantat zu entwickeln, das in das Rückenmark injiziert wird und so die digitale Welt direkt in den Kopf der Menschen holt.

H+ heißt auch das Transplantat, das tatsächlich die Welt verändert. Zu Beginn der ersten Folge ist H+ bereits so verbreitet wie es heute Handys sind. Doch gleich zu Beginn der Handlung wird der Zuschauer Zeuge einer schrecklichen Netzwerkvirenattacke. Auf einen Schlag sterben nahezu alle Träger des H+-Implantats. Nur diejenigen, deren Implantat zu diesem Zeitpunkt keinen Empfang hat, bleiben zunächst verschont.

Dieses schreckliche Ereignis ist aber weder Anfang noch Ende der Serie, sondern vielmehr der Mittelpunkt, um den alle weiteren Episoden kreisen werden, erklärt Autor John Cabrera das neue Storytelling-Konzept von H+:

„Die Geschichte wird erzählt, indem man dieses Ereignis als eine Art Angelpunkt nimmt. Wir springen vor und zurück, von Ereignissen, die davor passiert sind zu Ereignissen die danach geschehen. Eine Episode mag fünf Jahre nach der Katastrophe spielen, die nächste zehn Jahre davor. Und wir springen die ganze Zeit vor und zurück – so, dass wir mit all diesen Puzzleteilen ein größeres Bild davon zusammensetzen können, was genau passiert ist.“

Die einzelnen Episoden, die nach und nach auf Youtube veröffentlicht werden, sind nur vier bis fünf Minuten lang. Insgesamt soll es 48 solcher Clips geben in der sich eine zusehends komplexere Handlung entfaltet, die sich rund um den Globus spannt.

Das allein macht schon Lust auf mehr – was außerdem neugierig macht ist, dass die einzelnen Folgen in beliebiger Reihenfolge angeschaut werden können, so, dass sich jeder seine eigene H+-Narration entwickeln kann. Viel Potential, wie wir finden. Schade nur, dass die Serie nur für Nutzer in den USA freigeschaltet ist. Aber das ist glücklicherweise ja kein unüberwindbares Hindernis.

H+ kann man sich natürlich kostenlos anschauen und zwar hier. Allerdings müsst ihr einen Proxy-Server verwenden (ähnlich wie bei GEMA-Gesperrten Songs). Wer nicht weiß, was das ist, klickt einfach auf hide my ass.

Der Beitrag zum Nachhören

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16.08.2012

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