David Bowie in Berlin

David Bowie

David Bowie und Berlin – eine kurze, aber intensive Beziehung. 2 Jahre lang wohnt er in West-Berlin – von 1976 bis 1978. In einer Schöneberger Altbauwohnung – sein direkter Nachbar: Iggy Pop. Die beiden arbeiten, feiern, leben zusammen. Bowie nimmt mit Iggy die Alben “The Idiot” und “Lust for Life” auf. Er schreibt die meisten seiner Songs, geht mit ihm auf Tour – und vor allem feiern! Am liebsten im legendären Dschungel oder im chez romy.

Die Zeit in Berlin ist äußerst kreativ. Bowie pendelt zwischen Museen, Tonstudio und Nachtclubs und er gibt Konzerte. Und er spielt mit Marlene Dietrich im Film Schöner Gigolo, armer Gigolo, – ihrem letzten Film!

Musikalisch bastelt Bowie an seiner Berlin-Trilogie: insgesamt werden es 3 Alben: Zuerst erscheint “Low” – aufgenommen mit Brian Eno und Tony Visconti. Das Album wird kein Charterfolg – der kommt aber mit dem Berlin-Album Nummer 2 – nur wenige Monate später: “Heroes”. Viel wurde in den Song reininterpretiert, dabei ist es ganz einfach: “it’s a very pretty lovesong”, so Bowie. Es geht um ein Liebespaar, das sich an der Mauer küsst. Die geteilte Stadt – ein Thema, das Bowie schwer beschäftigt und künstlerisch beeinflusst.

Aber die Stadt scheint auch schwer an ihm zu nagen. In einem Interview bezeichnet er Berlin als „Welthauptstadt des Heroins“. Passenderweise liefert er 1981 den kompletten Soundtrack für den Junkie-Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Und ist darin auch live zu sehen – bei einem Konzert in der Deutschlandhalle.

1978 verläßt Bowie Berlin und geht in die Schweiz. Aber seine Berlin-Trilogie vervollständigt er noch. Zusammen mit Brian Eno nimmt er das dritte Berlin-Album “Lodger” auf – produziert in der Schweiz und in New York.

Aber 8 Jahre später kehr er nochmal zurück: Er gibt wieder ein Konzert an der Berliner Mauer – diesmal zusammen mit anderen Bands und Musikern. Die Boxen waren gen Osten ausgepegelt. Trotz Krawallen mit der Volkspolizei feierten die Fans auf beiden Seiten, was Bowie als überwältigend empfand.

Hier der Beitrag zum Anhören:

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Autorin: Anna Ellger



 

 

09.01.2012

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