Frankreich und seine Ausländerpolitik

Frankreich steht im Moment in gar keinem guten Licht da: Seit Jahresbeginn hat das Land des Nicolas Sarkozy 8000 Roma aus Bulgarien und Rumänien ausgewiesen – obwohl sie EU-Bürger sind. Lager wurden geräumt, in Westfrankreich kam es zu Straßenschlachten, sogar die katholische Kirche wendet sich von den regierenden Konservativen ab.
Gestern mussten französische Offizielle bei der EU-Kommission vorstellig werden, um das mal zu erklären. Heute will eine Expertengruppe eine erste Analyse der französischen Politik vorlegen.
Die Hintergründe von Ingo Knosowski:

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01.09.2010

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2 Kommentare zu “Frankreich und seine Ausländerpolitik”

  1. jan

    02. September 2010 um 13.36 Uhr

    naya,
    für was steht eigentlich konservativ. schon hier geht es los mit den unstimmigkeiten der europäischen wertedefinitionen. eine weitere ist die lallerei, das es in europa um die einwohner, die menschen geht. eine glatte lüge , und auf solchen ist die eu gebaut.
    Oder warum braucht meine bekannte aus rumänien immernoch ein visum für ihr studium in berlin? war da nicht was mit “EU”? wenn du fördermittel abgreifen willst, als no kia, kein problem. was zählen die rechte vieler, wenn einige selbstkonstruierte schwachmaten immer recht haben, rein von ihrer herkunft, geldbeutel und verbindungen
    Herr sarkozy zeigt durch seine verhaltensauffällige vorlaute art neben echter schwäche auch am ehesten, wie zwiespältig solche funktionsverbrecher europa sehen, die leute dienen nur dem eigenen wohl, ist das wohl gefährdet, geht es gegen die leute.
    sowetwas kann niemals politik sein, es ist ein verbrechen. und nur weil man kein gas oder keine waffen einsetzt, noch lange nicht legitimer als die klassiker der europäischen vertreibungstaktiken
    …Eine misskultur, für die man sich als europäer nur schämen kann
    und zur recherche: wenn hier von höchster stelle die europäischen grundsätze/rechte über bord gekippt werden, ist das ein recht amtliches votum gegen europa.
    es ist fraglich, ob gefällte bäume oder müll soetwas legitimieren.
    und in der krisengebeutelten bevölkerung findet man immer befürworter für unrecht, das erzählt alleine die geschichte des antisemitismus in europa, sinti und roma waren immer ähnlich betroffen, haben aber weniger “lobby”. man findet sicher einige jüdische franzosen, die auch nicht ganz “sauber” integriert sind, doch solche hetze ist zur zeit nicht angesagt, vielleicht in 10 jahren wieder?

  2. Christian

    01. September 2010 um 16.03 Uhr

    Lieber Ingo,

    heute morgen hoerte ich Deinen Beitrag ueber die Situaion und Umgang von Roma in Frankreich. Leider muss ich Dir mitteilen, dass ich diesen als nicht sehr tief recherchiert empfand.

    In dem Ausschnitt wie von Dir geschildert hoert sich die franzoesische Aktion nach Willkuer und Rassismus an. Aber kann man so pauschal verurteilen, was derzeit passiert? Einige Hintergruende zur Rechercheanregung:
    - Prozentualer Anteil der frz. Bevoelkerung mit Migrationshintergrund (der ist naemlich enorm und macht Frankreich eigentlich zu einem Vielvoelkerstaat)
    - Beweggruende fuer die Ausweisung (Roma ueberfielen Polizeistationen, faellten Baeume in Doerfern und Kleinstaedten, pluenderten und verschmutzten frei gewaehlte Lagerplaetze)
    - Breite Unterstuetzung der frz. Bevoelkerung fuer diese Aktion

    Waere klasse, wenn bei der naechste Recherche, die Quellenbasis etwas weitergefasst wird und nicht pauschal “bashing” betrieben wird. Recherche ist im Nachrichtenberuf aufgrund der Reichweite essentiell – eine Vernachlaessigung moeglicher Alternativperspektiven darueber hinaus verantwortungslos.

    Viele Gruesse
    Christian

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