Karneval auf mute?

Lustig verkleidet sich Mittags betrinken und mit Süßigkeiten bewerfen lassen. Ja, am 12. Februar wird hier in Berlin wieder tüchtig Karneval gefeiert! Klassischerweise wieder mit dem alljährlichen Karnevalsumzug in Charlottenburg. Dieses Mal ist aber alles anders als sonst. Warum die Närinnen und Narren die fünfte Jahreszeit betrübt angehen – David Krause hat die Erklärung.

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In Berlin wird es zur fünften Jahreszeit bald leiser zugehen. Denn hier wird dem fröhlichen Karnevalszug, wie wir ihn kennen der Saft abgedreht. Nicht lauter als 70 Dezibel darf es beim närrischen Treiben musikalisch zugehen. Sagt der Berliner Senat. 70 Dezibel – das entspricht in etwa der Geräuschkulisse eines Autos.

Laut Umweltverwaltung ist der Karnevalszug eine, Zitat: „als störend einzustufende Veranstaltung“…

Michael Kapschinski leitet den Karnevalszug und muss in diesem Jahr nicht nur den reibungslosen Ablauf garantieren, sondern auch auf die Messgeräte an den Wagen achten. Wird die 70 Dezibelgrenze überschritten, schreitet die Umweltverwaltung ein und macht Schluss mit Lustig.

Weniger Schunkeln und leise Töne – ist der Berliner Karneval überhaupt noch zu retten? Ja! Denn wo es Gesetze gibt, da gibt es Schlupflöcher. Die Lösung: Die Anordnung vom Senat, die Musik des Umzugs einzupegeln, gilt nicht für Gesang und Liveinstrumente. Und damit auch nicht für sogenannte Guggenmusik.

So paradox es auch klingen mag, aber der Faschingszug, wird trotz Einschränkung auf 70 Dezibel einer der lautesten sein.

Na dann steht ja eigentlich dem großen Faschingsvergnügen am 12. Februar nichts mehr im Wege. Vorausgesetzt natürlich man mag Fasching

Autor: David Krause

Photo: ad-hoc-news.de



 

 

01.02.2012

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