Londoner Bürgermeister Boris Johnson

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Am Freitag starten die olympischen Spiele 2012 in London. Die ganze Welt wird auf die Britische Hauptstadt blicken – in Hinsicht auf die Sicherheit der Spiele, der sportlichen Erfolge UND der Präsentation eines Mannes: Boris Johnson. Denn der Londoner Bürgermeister macht immer wieder auf sich aufmerksam. Er ist lustig, ein Macher und naja tollpatschig. Deshalb geistert gerade eine Frage in den britischen Medien herum: Wie wird Boris Olympia verpatzen?

Es ist die unglaubliche Geschichte des Boris Johnson, eben der Mann, der von allen beim Vornamen angeredet wird. Seit 2008 ist er Londons Bürgermeister und fällt vor allem durch eins auf. Seine – nennen wir sie – unkonventionelle Art.

Seine blonde Freizeit Mähne und das lausbubenartige Auftreten machen den Konservativen zum Liebling vieler Londoner. Es ist seine Zerstreutheit, die sympathisch ist. Zum Beispiel als er letzte Woche Joggen war und seine Seiden-Shorts verkehrt herum getragen hat. Ein klassischer Johnson, schreiben die britischen Medien, die ihm den Spitznamen Bo-Jo gegeben haben. Stören dürfte es ihn nicht – steht er doch gern im Mittelpunkt und vor den Kameras – auch bei Comedy-Shows und dem Auto Magazin Top Gear.

Der leidenschaftliche Blogger und Fremdgeher kann aber auch was. So bringt er der Stadt zum Beispiel kostenlose Leihfahrräder oder die neue Version der Hopp On – Hopp off Busse. Andere Ideen hingegen warten noch auf ihre Umsetzung. Wie diese Idee mit dem Flughafen. Heathrow voll – also soll eine Insel in der Themse aufgeschüttet werden, mit einem neuen Airport. Daraus wird wohl nichts mehr in seiner Amtszeit – die auch seine letzte sein wird. Danach ist Schluss sagt er. Und das obwohl er als Nachfolger von David Cameron gehandelt wird. Aber das will der gebürtige Amerikaner auch nicht.

Schade aber auch. Dann wird es wohl auch keine Wahlversprechen mehr geben, wie: „Wenn Sie die Konservativen wählen, bekommt Ihre Frau größere Brüste und Sie haben bessere Chancen auf einen BMW M3.“ Ja, die Frage, warum er die Wähler auf seiner Seite hat, ist berechtigt. Die Antwort hat sein Biograf, Andrew Gimson: „Weil er den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert“. Er ist eben ein Phänomen. Und wie das eben so ist mit Phänomenen, wird auch dieses bald ein Ende haben – dann wird London wieder grau.

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Autor: David Krause


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