Online-Petition gegen die GEMAinheiten

Gegen die GEMA Reform

Die Proteste gegen die Tarifreform der Gema sind bereits in vollem Gange – und damit auch die Diskussionen. Die einen sprechen vom drohenden Clubsterben, die anderen von fairer Vergütung. Natürlich wünschen auch wir uns in erster Linie eine faire Vergütung für die Künstler, schließlich sollten sie ihre Zeit mit Musikmachen statt mit Kellnern verbringen.

Das geplante neue Tarifmodell der Gema bringt nun Veranstalter, Bar-, Club- & Festivalbetreiber auf die Barrikaden. Die Reformen und ein damit einhergehendes Clubsterben sollen verhindert werden. Warum aufgerufen wird, die Online-Petition gegen die Tarifreform der GEMA auf Openpetition zu unterschreiben, haben wir hier mal zusammengefasst:

Die Gema plant 2013 eine komplett neue Tarifstruktur im Veranstaltungsbereich einzuführen. Die aktuellen elf existierenden Tarife sollen auf zwei reduziert werden. Einen für Livemusik und einen für Tonträgermusik. Betroffen sind also sämtliche Clubs, Bars, Konzertstätten, Straßenfeste und auch die FluxFM-Veranstaltungen.

Eigentlich soll die neue Tarifstruktur zu einer einfacheren und ausgewogeneren Verrechnung der Events führen, doch betrachtet man sich die Reform genauer wird klar, dass für viele Veranstalter eine erheblichen Erhöhung der Abgaben anstünde. Bislang existierte ein Pauschaltarif, der die Wiedergabe von Musik in Clubs und Konzerthallen abdeckte, nun soll jeder Öffnungstag einzeln abgerechnet werden.

Der Protest richtet sich nicht gegen die reguläre Abgabe von 10% aller Veranstaltungseinnahmen an die Gema, sondern gegen die unerhörte Erhöhung der Tarife von Events. Besonders bei Veranstaltungen, die länger als 5 Stunden dauern (was in Berlin fast immer der Fall ist) schlägt die Erhöhung zu. Denn dann sind noch einmal 50% Zeitzuschlag auf den regulären Gema-Basistarif fällig.

Sprich, je mehr Eintritt verlangt wird (was nachvollziehbar ist) und je länger die Musik läuft (was nicht nachvollziehbar ist), desto höher der Tarif. So müsste zum Beispiel das Berghain statt 30.000 Euro im Jahr demnächst 300.000 Euro an die Gema zahlen. Einen ausführlichen Überblick über die zukünftig fälligen Gebühren hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) veröffentlich. Die Berechnungsbeispiel und den Vergleich zwischen den alten und neuen Tarifen kann man sich hier ansehen.

Besonders kleine unkonventionelle oder unkommerzielle Veranstaltungen, die die 5-Stunden-Grenze überschreiten, müssten unter der Reform leiden. Offensichtlich, dass diese Erhöhung die Vielfältigkeit des Berliner Nachtlebens gefährden und auch einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt schwächen würde.

Aus diesem Grund ruft FluxFM auf, die Online-Pedition gegen die geplante Gema-Tarifreform zu unterschreiben und sich für eine faire Vergütung der Gebüren einzusetzen. Seine Unterschrift gegen die Reform kann man auf Openpetition hinterlassen. Dort kann man auch die Gründe für die Petition ausführlich nachlesen.

Wir bedanken uns jetzt schon bei allen Unterstützern.

Gegen die GEMAinheiten!



 

 

 

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