Spreeblick im Streik

Wer heute bei Spreeblick vorbeischauen wollte, bekam nicht das normale Blog zu sehen, sondern eine Landkarte. Denn Spreeblick ist im Streik.

Der Grund ist das heute beschlossene Gesetz zur Sperrung von Websites, die Kinderpornographie anbieten oder darstellen.

Aktionen gegen Kinderpornographie brauchen sich normalerweise nicht ernsthafter und laut geäußerter Kritik stellen. Das liegt in der Natur der Sache. Schließlich ist ja wirklich niemand ernsthaft für Kinderpornos (außer den Konsumenten natürlich).

Aber so einfach ist die ganze Sache eben nicht. In den letzten Wochen äußerten sich immer mehr Internetexperten und auch Mißbrauchopfer, die sehr deutlich machten, dass die Ursula von Leyen vorgeschlagenen Maßnahmen nicht nur nicht greifen würden, sondern sogar schädlich für die Sache sein.

Zusätzlich lässt die Schnelligkeit, in der die Bundesregierung sich über die grundgesetzlich Verankerte Informationsfreiheit hinwegsetzt, Ängste vor einer schon länger befürchteten Internetzensur wach werden. Themen wie Terrorismus und Kinderpornographie haben sich nicht erst seit heute als grandiose Vehikel bewiesen um Freiheiten der Bürger und Überwachung durchzusetzen.

Nichtdestotrotz hat am heutigen Tag das Bundeskabinett ein Gesetz zur Sperrung von Websites beschlossen, die Kinderpornografie darstellen oder anbieten. Aus diesem Grunde haben viele Netzaktivisten, Journalisten und Bürgerrechtler heute zum Protest gegen “Zensursula”, wie von Leyen inzwischen genannt wird aufgerufen.

Auf Spreeblick.de findet ihr mehr Infos.


Ähnliche Artikel:

  1. SUPERFRÜH 7.10.2008
  2. Mitte gegen Thor Steinar
  3. PLAY BERLIN – Wii-Erlebniswelt

22.04.2009

Anzeige

Dein Kommentar

Erforderlich
Erforderlich, Wird nicht veröffentlicht

Heute läuft