Vorsicht! Ein Trend geht um: Wasserkutsche

Wasserkutsche

Temperaturen im einstelligen Plusbereich – so langsam wird’s doch wieder. Gar nicht mal lang, und schon befinden wir uns mitten im Frühling. Und dann? Dann hängt der Berliner wieder im Café oder im Park rum. Wer die sonnigen Tage lieber mal fernab des Alltagstrubels verbringen mag, und sich als Kapitän versuchen will, für den hat David Krause jetzt was.

Jan Rademacher möchte das Bootfahren für jedermann zugänglich machen – und zwar mit seinem Hausbootverleih „Wasserkutsche“. Er sitzt gerade in einem seiner drei selbt gewerkelten Hausboote aus Holz und bereitet sich auf seine zweite Saison ab April vor. Bereits in der Kindheit entwickelte sich seine Affinität zur Bootsfahrt und später zum Bootsbau.

Seit einem Jahr betreibt Rademacher seinen Bootsverleih. Die Boote, auf denen bis zu sechs Personen Platz finden, sind kompakt. Bei 6 Metern Länge und 2 Metern Breite, fällt es auch Hobbykapitänen leicht, durch die regionalen Gewässer zu steuern. Damit kann man dann ganze Urlaube auf See verbringen – ganz entspannt. Denn dank eines Elektromotors schippert man nahezu lautlos übers Wasser.

Rademachers Stress ist die Erholung seiner Kunden. Die übrigens keinen Bootsführerschein benötigen. Steuern kann jeder, sagt der Wasserkutsche-Chef. Küche, Schlafplätze, Toilette und Musikanlage – alles an Board, um ein paar schöne Stunden oder auch Tage auf hoher Berliner See zu haben. Man kriegt außerdem eine Karte mit, um zu wissen, wo man ist und wo man hinfahren kann. Denn eine Tour durch die Berliner Innenstadt ist nicht erlaubt, daher fährt man am Besten erstmal Richtung Osten – spreeaufwärts, Richtung Müggelsee. Das ist für kürzere Touren angebracht.

Doch auch längere Trips sind möglich, je nach Geldbeutel der Kunden. Ein Tag mit Boot kostet 120€. Um in Zukunft noch mehr Menschen zu erreichen, setzt Rademacher in Zukunft auf Crowdfunding, also einer Finanzierung durch freiwillige Geldgeber. Rademacher ist optimistisch, dass das klappt. Doch bevor neue Motoren angeschafft werden, muss er jetzt erst mal wieder zurück an die Arbeit, um bis zum Saisonstart die vorhandenen Boote fit zu bekommen.

Hier der Beitrag zum Anhören:

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Autor: David Krause



 

 

20.02.2012

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