
Heute wird der Welttag des Fernsehens begangen. Ein von der UNO initiierter Tag. Und zwar soll man nicht etwa den ganzen Tag vor der Glotze verbringen, sondern man will an das erste Weltfernsehforum 1996 erinnern. Das wird jährlich veranstaltet und dort sprechen dann TV-Experten aus aller Welt über die Perspketiven des Mediums.
Wir hingegen begehen den Welttag des Fernsehens jetzt mit einer Erinnerung ganz anderer Art. Und zwar fragt sich Heiko Reusch in unserer Rubrik „Was wurde aus“, wie es einer West-TV-Ikone der achtziger Jahre so geht…
8 Jahre lang ertönte eine Melodie immer dienstags in der ARD – und es war klar: gleich kommt ein Moderator und im Schlepptau ein gelber schwirrender Punkt…
Zini, so hieß das gelbe Wuslon in der Kindersendung „Spaß am Dienstag“, die seit 1984 ausgestrahlt wurde. Viele Moderatoren und Moderatorinnen kamen und gingen in den Folgejahren bis zum Ende der Sendung ’92. Nur einer blieb: Zini. Mit seinen bissigen Kommentaren wies das Computergeschöpf gerne die Moderatoren in die Schranken.
Vor allem mit einem Mann namens Werner, der Spaß am Dienstag am längsten moderierte, lieferte er sich ironisch-bissige Wortgefechte. Und gewann die dann auch meistens.
Neben der Stutenbissigkeit bestach der gelbe Punkt ansonsten dadurch, dass er wild durchs Bild zuckelte und kleine Trickfilme ansagte, die im Rahmen von Spaß am Dienstag ausgestrahlt wurden. Beispielsweise die Abenteuer des Nagetiers Danger Mouse, die Geschichten um die Frösche Sancho und Pancho oder aber auch die Erlebnisse des besten Italieners aller Zeiten: Herr Rossi.
1992 kam dann das Ende von Spaß am Dienstag und auch Zini, das arme Wuslon aus der Familie der Elektroiden, wie es offiziell hieß, wurde zu Grabe getragen.
Zuletzt gesehen wurde Zini aber im Internet. Auf www.wuslon.com kann man den gelben Punkt über den Bildschirm schwirren lassen. Wir würden uns freuen, wenn Zini zurückkehren würde. Bei Wetten Dass ist ja auch gerade ein Moderationsplatz frei.
Hier der Beitrag zum Anhören:
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Autor: Heiko Reusch
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