Bild: Ricardo's Photography / www.flickr.com/photos/ricardo_mangual, under CC2.0 2088

5 Dinge über Afghanistan, die wir noch nicht wussten | Listomania

▷ Letzte Änderung: 2017-12-05
By Konstantin [FluxFM] |

Einfach mal der Wirtschafts- und Energieministerin Brigitte Zypries eine Facebook Nachricht schicken und nach einem Job fragen. Das hat bei dem Kabuler Politikstundenten Ahmad Wali Temori gut geklappt.
Seither lebt er in Berlin, jobbt nicht nur im Deutschen Bundestag, sondern volontiert nebenbei auch noch bei dem Berliner Sender ALEX und unterstützt aktuell die FluxFM Redaktion. Wir haben das Multitalent gefragt, ob er uns 5 Dinge über Afghanistan erzählen kann, die wir bestimmt noch nicht wissen.


Rock aus der Haupstadt

Kabul Dreams – Afghanistans erste Rock-Band

Wer denkt Musik aus Afghanistan klingt nach typischer Folklore, der höre sich die Band Kabul Dreams an. 2008 haben Sulyman Qardash, Siddique Ahmed, Raby Adib Afghanistans erste Rock-Band gegründet. Sie singen über Liebe – aber auch über Frauen- und Kinderrechte, Sie drücken mit ihren Texten aus was die Bevölkerung fühlt. Damit sind sogar schon international berühmt. Ihr größter Gegner sind die Taliban, sie bedrohen Konzerte von Kabul Dreams mit Bombenanschlägen. In Kabul, Herat und Masar i Scharif ist Musik erlaubt, aber in vielen anderen Städten darf man nur religiöse Musik hören, weil die Taliban hier alles kontrollieren.
 

Ein Beitrag geteilt von Kabul Dreams (@kabuldreams) am


Rauschmittel

Drogenanbau

Weltweit kommen 90 Prozent des Opiums und Haschisch aus Afghanistan. In den letzten dreizehn Jahren wurden im Land mehr als 7 Milliarden Dollar für die Drogenbekämpfung ausgegeben. Aber trotzdem ist und bleibt Afghanistan der weltgrößte Produzent von Opium und Haschisch. Das ist mit ein Grund warum Afghanistan, kein sicheres Land ist: Über den Drogenhandel finanzieren sich die Taliban und anderen Terroristische Gruppen.
 

Schlafmohn

Schlafmohn-Kapseln



Das Hauptnahrungsmittel

Afghanisches Brot und Schorwa-Suppe

…ist Brot. Brot gibt’s zum Frühstück, Brot gibt’s zum Mittagessen und Brot gibt’s zum Abendessen. Dabei gibt es in Afghanistan sehr viele verschiedene, sehr leckere Brote. Es gibt keine Mahlzeit ohne Brot. Ein sehr beliebtes Essen heißt Schorwah, eine Suppe mit Fleisch und Kartoffeln und Brot drin. Und dazu wird dann Brot gegessen. Oh mein Gott! Ich vermisse mein afghanisches Brot.

Ein Beitrag geteilt von Pouya&Aida 💑 love🍴food🍳cooking (@food.ei) am


Afghanistan im All

Afghanistan im Weltall
Über 10 Jahre war die Sowjetunion in Afghanistan – bis 1989. Kurz bevor sie gehen, wollen sie noch ein Versprechen einlösen: Sie wollen den ersten Afghani in den Weltraum schicken. Damit sie sagen können, sie haben in Afghanistan etwas getan. Die Wahl fällt auf „Abdul Ahad Momand“. 9 Tage verbringt er 1988 im Weltall, mit dabei hat er den Koran und er telefoniert mit dem Präsidenten Afghanistans. Ich habe Abdul dieses Jahr getroffen. Der erste afghanische und muslimische Kosmonaut lebt mit seiner Familie in Stuttgart, er ist seit 25 Jahren in Deutschland.
 

Ein Beitrag geteilt von SpacePhotos (@aliens_welcome) am


Gastfreundschaft

Afghanische Gastfreundschaft ist berühmt

Wenn ihr ohne Geld durch Afghanistan reisen wollt, bleibt ihr mit Sicherheit nicht hungrig. Auch einer fremden Person müssen Bett und Essen angeboten werden. In manchen Teilen des Landes bekommt ihr nach dem Essen als Gast sogar noch ein Geschenk. Dabei gibt es auch Regeln als Gast: Der Gastgeber sagt „Bekhor, bekhor“ – „Iss, iss“ und fragt ob man hungrig ist. Als Gast verneint man vier bis fünf mal – erst dann sagt man ja und erst dann wird gegessen. Ich war ein mal als Gast zu ein Deutsche Familie, die haben zu mir gesagt, möchtest du essen? Ich darauf hin: „Nein, Danke.“ Und sie haben gesagt: „Ok“ Und nie wieder gefragt. Ich hatte den ganzen Abend Hunger.
 

Ein Beitrag geteilt von Julia Mai (@juliemairose) am

Weitersagen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.