Der Henry-Ford-Bau der FU Berlin (Foto: Bernd Wannenmacher)
Der Henry-Ford-Bau der FU Berlin (Foto: Bernd Wannenmacher)

5 kuriose Fakten über die Freie Universität Berlin | Listomania

▷ Letzte Änderung: 2018-12-04
By Constanze [FluxFM] |

Angela, Quirin oder Hannelore. So heißen nächstes Jahr die Tief- und Hochdruckgebiete. Die Namen kann seit ein paar Jahren jeder bestimmen. Verantwortlich dafür ist die Freie Universität Berlin. Die FU wird heute 70 Jahre alt und Simon Kerber gratuliert mit fünf kuriosen Fakten, die ihr noch nicht kanntet!


Punkt 5: Machtzentrale FU

Ihr wollt Berlin regieren? Dann ab an die FU! Walter Momper und Eberhard Diepgen waren bis 2001 insgesamt 17 Jahre lang Regierende Bürgermeister und sind beide Alumni der FU. 2011 der Höhepunkt: alle Bürgermeister-Kandidaten und eine Kandidatin kennen die Hörsäle in Dahlem bestens: Renate Künast zum Beispiel von ihrem Jurastudium, Frank Henkel studierte Journalismus und der spätere Sieger Klaus Wowereit schlug sich auch mit Gesetzestexten rum. 2014 beendete Michael Müller die 30 Jahre lange FU-Herrschaft im Roten Rathaus. Der hat Drucker gelernt.

Punkt 4: Ein leerer Bauch studiert nicht gern

An der Freien Universität ist das kein Problem. Neben der ersten Veggie-Mensa in Deutschland hat die FU eine noch nachhaltigere Alternative zu bieten: das „FUd-Sharing“. Und auch wer Bock auf Süßes hat, ist hier richtig. In der Mensa gibt’s Honig zu kaufen. Aber nicht irgendeinen: Er kommt direkt vom Uni-Dach, wo 30 Bienenvölker leben. Und weil der so schnell weg ist, kann jeder das Selbermachen lernen, im kostenlosen Imker-Probekurs.

Punkt 3: Geduld ist eine Tugend

2 Euro Mahngebühr für ein zu spät zurückgegebenes Buch. Bei der dritten Mahnung berechnet die Unibibliothek 17 Euro. Nicht wenig, aber doch lächerlich gegen 13.104€. Mit dieser Summe hatte ein anonymer Nutzer gerechnet. Er oder sie hatte einen Gedichtband von Charles Bukowski ausgeliehen. Für schlappe 37 Jahre. 2013 kam das gute Stück dann per Post zurück. Der passende Titel: The days run away like wild horses over the hill. Jetzt können es endlich wieder alle lesen, Ausleihen geht aber nicht mehr.

Punkt 2: Die FU sieht rot

Rudi Dutschke, Gudrun Ensslin, Horst Mahler – die Liste der FU-Studierenden im Umfeld der RAF ist lang. Eine war sogar auf beiden Seiten der Uni-Welt: Ulrike Meinhof. Nach abgeschlossenen Studium bekam sie 1969 einen Lehrauftrag am Institut für Publizistik. Wenige Monate später tauchte sie mit Andreas Baader in den Untergrund ab. Wie es mit ihrem Seminar Funklabor weiterging ist nicht bekannt.

Punkt 1: Der Prince of Darkness im Audimax

Offiziell gibt es sieben Live-Alben von Black Sabbath. Trotzdem existiert ein Bootleg von ihrem Auftritt im Audimax der FU. Am 26. Juni 1970 kamen Ozzy Osbourne und Co nach Berlin zu einem ihrer ersten Auftritte in der Stadt. Zumindest in der FU war es auch der letzte. Vielleicht weil Black Sabbath außer begeisterten Fans auch eine verwüstete Garderobe zurückließen. Wie es sich für echte Rockstars gehört…

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