(c) Ian Dooley / Unsplash
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5 Orte in Berlin, die gut riechen | Listomania

▷ Letzte Änderung: 2019-03-26
By Lena Mempel |

Blumig, zitronig oder doch der Duft einer toten Mirabellenverkäuferin: Am 26. März 2019 feiert Partick Süskind seinen 70. Geburtstag. Der Autor von „Das Parfüm“, eine literarische Ode an die Welt der Gerüche. Weil es in Berlin aber tendenziell eher stinkt, hat FluxFM-Redakteurin Lena Mempel für euch fünf besonders wohlriechende Orte der Hauptstadt erschnüffelt.



Punkt 5: Kadewe

Einmal durch die goldgerahmten Glastüren geschlendert, ist jeglicher Berlinmief vergessen. Es schnuppert wundervoll schwer nach Chanel Nummer fünf und pudrigen Kosmetika. Auch sieben Etagen höher duftet es luxuriös: Im Food Court werden Champagner, Trüffel und Austern aufgetischt.

Punkt 4: Aufbauhaus

Eher zurückhaltend, aber nach geballter kreativer Energie riechts im Aufbauhaus. Nicht nach Schweiß, sondern nach gesägtem Holz, Ledermaterialien und samtiger Acrylfarbe. Hinein mischt sich der Duft von frisch gedruckten Büchern. Also im Zweifelsfall am Moritzplatz kurz Luft anhalten und rein ins Künstlerparadies.

Punkt 3: Grunewald

Raus aus Abgasen und Asphaltausdünstungen: Am westlichen Rand von Berlin liegt der Grunewald. Hier ist nicht nur Ruhe – es riecht auch außergewöhnlich sauber. Nur manchmal wird die frische Luft von einer Hauch Moos, feuchter Erde oder Kiefernnadeln durchweht.

Punkt 2: Nobelstraße

Der Teltowkanal müffelt wahlweise nach altem Schiffsmotor oder warmer Entengrütze. An seinen Neuköllner Ufern verbirgt sich aber eine himmlische Aromaflut. Alle kleinen Laster des täglichen Lebens finden sich in der Nobelstraße. Hier ist nicht nur eine große Kaffeerösterei, nebenan ist gleich noch eine Tabakfabrik. Die Duftpalette reicht von würzig-säuerlich bis rauchig-süß.

Punkt 1: Bäckerei Mehlwurm

Unweit vom überreizenden Geruchsdurcheinander am Hermannplatz liegt eine kleine Oase des Wohlgeruchs: Seit der Gründung 1983 wird in der Vollkornbäckerei im Reuterkiez täglich von Hand gebacken. Wie es sich für einen Urberliner Bäckerei gehört, schnuppert es nach herben Sauerteig, Zuckerguss und leicht angebräunten Kuchenstreuseln. Und natürlich liegt der Duft von frischen Schrippen in der Luft.

Wortredaktion

Lena Mempel
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Spezialgebiet: Stil, Stadtleben, Popkultur, Crowdfundings – und verganer russischer Zupfkuchen”

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