Foals - What Went Down (Ausschnitt Albumcover)

Beach House, Abby & Foals | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2015-08-28
By Sophie [FluxFM] |

Beach House – Depression Cherry

Beach House Depression Cherry heißt das neue Album des französisch-amerikanischen Duos Beach House. Gut, besonders lebensbejahend war der Dream-Pop von Victoria Legrand und Alex Scally ja nie, werden Kritiker sagen, aber depressiv ist er entgegen der Namensgebung auch diesmal nicht. Melancholisch-verträumt geht es demzufolge auf Platte Nummer 5 weiter. Der kommerzielle Erfolg, den Beach House mit ihren letzten beiden Alben verbuchen konnten, hatte sich zuletzt sehr auf ihre Musik ausgewirkt: Mit den größeren Bühnen schrieben sie automatisch größere, lautere Songs. Depression Cherry ist nun eine Rückbesinnung auf die Anfänge, weicher und sanfter, weniger Schlagzeug, eine Melodie, um die sich alles andere gruppiert. Wer die Schönheit in der Traurigkeit sucht, kann sich hier als Goldgräber fühlen. Beach House liefern einen weiteren perfekten Soundtrack zum Tagträumen – und etwas anderes haben wir auch gar nicht von ihnen erwartet.


Abby – Hexagon

Abby - Hexagon Ein Hexagon ist die stabilste Form, die in der Natur vorkommt. Und der Titel des neuen Albums von Abby, dabei klingt ihr zweites Werk alles andere als natürlich. Es ist die Vertonung des Lebens in der Großstadt. Und zwar nicht irgendeine Großstadt, sondern eine ganz bestimmte: Hexagon ist ein Berlin-Album geworden. Collagenhaft setzen Abby hier alles zusammen, was in der Hauptstadt gerade relevant ist. Ganz vorne stehen da natürlich die Erfahrungen aus Clubleben und Rave-Szene, die mit Hilfe der Techno-Produzenten Pan-Pot und Brandt Brauer Frick ihre Umsetzung auf dem Album gefunden haben. Daneben wird sich dank vieler künstlicher Experimente mit Sänger Filous Kopfstimme an fragiler Electronica versucht. In diesen Momenten erinnern die Sample-lastigen Songs an Ry X oder Trentemöller. Das steht dem Berliner Quartett und der Indie-Pop des ersten Albums wirkt plötzlich wie aus einer anderen Zeit.


Foals – What Went Down

Foals What Went Down, das vierte Album von Foals, wurde in einem Gutshaus in der französischen Provence aufgenommen. Man wollte angeblich Vincent Van Goghs schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn aufsaugen, der sich mal dort aufhielt. Auch Nick Cave wurde da kreativ. What Went Down ist im Vergleich zu den drei spektakulären Vorgängerplatten aber das unaufgeregteste Werk geworden und hat mit den beiden Altmeistern eher weniger zu tun. Es wirkt ein wenig so, als hätte Produzent James Ford, die Falten aus dem Sound der Foals gebügelt. Es gibt weniger technische Spielereien und im Vordergrund stehen die Texte von Sänger Yannis Philippakis. Die strotzen allerdings wieder vor Bildhaftigkeit und auch das neue, kompakte Songwriting offenbart schnell seine Vorzüge.

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