Dan Mangan & Blacksmith am 16. April 2015 im Postbahnhof

▷ Letzte Änderung: 2015-01-16
By Marc Augustat |

Dan Mangan & Blacksmith
16. April 2015, Beginn: 21:00 Uhr
Infos, Links, Tickets: Postbahnhof

Für viele Romantiker ist ja Kanada das Schweden Nordamerikas. Endlose Wälder, atemberaubende Landschaften, niedrige Kriminalitätsrate, Healthcare, die Inseln vor Vancouver, Degrassi Junior High, Michael Moore findet es auch cool, irgendwie alles liberaler und so, auch der kanadische Soundtrack bietet seit langem so einiges an romantischem Identifikationspotential für die geplagte europäische Seele. Angefangen bei Neil Young und ähm Brian Adams über coolere Sachen wie Broken Social Scene und Feist bis hin zu Arcade Fire.

Dan Mangan passte da bisher auch ganz gut rein, ein kanadischer Indie-Star mit zwei JUNO Awards in der Tasche. Dan Mangan trägt einen Bart, posierte mit Katzen auf Pressefotos und erfüllt eigentlich alle Klischees, die man sich von einem kanadischen Barden so erwartet, inklusive Hits, denen man so nie im deutschen Radio begegnet, aber deren Zeilen fast jeder kennt, der sich auch nur ansatzweise mit moderner Gitarrenmusik aus Nordamerika beschäftigt hat: “Robots need Love too.” Und übrigens ist Dan Mangan auch live super, wirklich, deswegen bringen wir ja letztendlich die Platten heraus und deswegen durfte er auch irgendwann mal für Kate und William (genau, die Königskinder!) spielen, als einer der auserwählten Repräsentatoren der kanadischen Indierock-Szene.

Dieser Poster Boy also, Dan Magan, kommt jetzt und schmeisst uns ein schwerverdauliches Album vor die Füsse, Wohlfühl-Folk zum Sehnsüchteln klingt jedenfalls anders. Das hier ist Kanada in Echt, wunderschön aber mehr als nur eine Projektionsfläche. Ein Land, das sich in den letzten Jahren nicht nur mit einer konservativen Regierung und Crack rauchenden Bürgermeistern rumplagen musste. Ein Land, das sich grundlegend verändert und nicht nur zum Guten, wie viele empfinden, es geht ans Eingemachte.

Der Name seiner Band Dan Mangan + Blacksmith bezeichnet den Beginn einer neuen Ära in Dan Mangan’s Arbeit. Das Resultat ist ein starkes und mutiges Album, das tatsächlich völlig anders klingt, als man das so von Dan Mangan gewohnt war. Vorbei sind die Zeiten der fröhlich, naiven Sing-Alongs a la Robots. Auf Club Meds betritt Mangan seine Blaue Phase. Tief dunkel und unglaublich schwer lasten die Arrangements oftmals auf dem Hörer. Eine echte Zumutung, dieses Album. Man muss sich gar richtig damit beschäftigen. Also praktisch eine Frechheit. Fordernd, ja geradezu anstrengend, aber nach ein paar Mal hören kriegt man alles zurück bezahlt, auf Heller und Pfennig. Es entwickelt sich eine dunkle, tiefblaue Kraft voller Schönheit, Komplexität und Energie. Eine Platte für Fortgeschrittene, für die ehemaligen Romantiker, die vielleicht verzweifelt sind, aber bereit sind für ein besseres Jetzt zu kämpfen. Dan Mangan + Blacksmith, so klingt Canada Now!

Verlosung

Die Tickets sind verlost! Die Gewinner wurden verständigt – danke für’s Mitmachen!

25 Kommentare

  1. Nora Lackner says:

    Kanada ist beneidenswert wegen seiner wunderbaren Natur, der tollen Musiker und wegen der unglaublichen Weite! Ich wäre gerne da!
    Aber ein Abend mit Dan Mangan, währe ein schöner Anfang!

    Grüße Nora

  2. Melanie says:

    Na, wegen Benton Fraser natürlich, nie war ein Mounty sexier! Seufz! Und weil ich im Mai einen Kanadier zum Wohnzimmerkonzert bei mir habe.

  3. Doreen says:

    beneidenswert viel Schnee und eine herzersehnte beste Freundin gibt es dort…

  4. Matthias says:

    in Kanada hat selbst Wolverine seine Heimat gefunden!!!… :)

  5. Janine says:

    3,5 Einwohner pro km²

  6. Claudia says:

    Die atemberaubende Natur und die Kombination aus meinen studierten Fremdsprachen Englisch und Französisch! :-D

  7. Martin says:

    Indian Summer & Maple Syrup!

  8. Katerina says:

    Die Bisons :)

  9. Chris says:

    VIA Rail’s Artists on board Program
    Professionelle Musiker umsonst mit dem Zug mitnehmen, wenn sie dafür während der Fahrt ein Konzert geben. Das wäre auch hier eine tolle Idee.

  10. Sandra says:

    Beneidenswert finde ich tatsächlich die ziemlich gute Familienpolitik.

  11. Maike says:

    Schnee… viel… sicher!!!

  12. Heiko says:

    Neben der Bildungspolitik ganz klar:
    Die haben da oben Wapitis!!!

  13. Michael Klänhamer says:

    ulkige Mountie-Uniformen

  14. Fenna says:

    Schnee, hier gabs ja kaum welchen…

  15. Maren says:

    Was ich an Kanada beneidenswert finde? Dass sie frischen Ahornsirup direkt vom Baum trinken können. Können sie doch, oder?

  16. axel says:

    einsamkeit

  17. Ninja says:

    Um die vielen Nationalparks!

  18. Stephanie says:

    Wenn man „Bowling for Columbine“ Glauben schenken darf — dann dass man in Kanada offenbar die Haustür nicht verschließen muss. (:

  19. Laura says:

    Ahornsirup!

  20. Karoline says:

    Wegen Bands wie Constantines, Weakerthans und – selbstverstädlich – Neil Young.

  21. Susanne Pol says:

    Die Natur, die Freundlichkeit der Bewohner, die Musik, die von dort kommt :)

  22. Johanna Spichert says:

    Der Indian Summer, die Landschaft.

  23. Nicole says:

    Poutine, gute Grundlage oder ideales Kateressen ;)

  24. Line says:

    allein der name ist beneidenswert – kanada, das klingt doch wie musik :)

  25. Lourdes says:

    Die Musik und die Natur.

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