Kryptik Joe (Foto: Sophie Euler)

„Es wird sehr viel Geld am Künstler vorbei verdient.“ | Deichkind im FluxFM-Interview

▷ Letzte Änderung: 2015-02-02
By Andreas Hänisch |

Mit dem sechsten Album Niveau Weshalb Warum meldet sich die Tech-Rap-Wundertüte namens Deichkind zurück. Vor 15 Jahren erschien das Debüt, das noch ein reines Hip-Hop-Album war. Doch mit dem dritten Album Aufstand im Schlaraffenland änderte die Gruppe ihren Sound komplett – und wurde damit ziemlich erfolgreich. Was nicht zuletzt auch an den anarchischen und explosiven Live-Shows liegt, die mittlerweile mehr einem Happening gleichen. Da kommt keiner trocken raus!

Bei all dem Feiern und Durchdrehen darf man aber nicht vergessen, dass Deichkind auf intelligente und oft sehr ironische Art und Weise über ihr eigenes Treiben und die Welt im Allgemeinen nachdenken. „Wir können abstrahieren, was wir da machen“ sagt Philipp Grütering alias „Kryptik Joe“ im Interview mit FluxFM. Mit ihm sprachen wir über die neue Platte Niveau Weshalb Warum, über das eigene Label und über die Zukunft von Deichkind.


 
Hinter Deichkind stecken teilweise bis zu 18 Personen. Kann man da eigentlich noch von einer Band reden, oder ist es eher so etwas wie ein loses Kollektiv?

 
 
15 Jahre im Musikbusiness gingen auch an Deichkind nicht spurlos vorbei. Von den drei Gründungsmitgliedern ist nur noch Kryptik Joe dabei. Aber eine reguläre Band waren Deichkind eben nie. So wundert man sich auch nicht, dass Deichkind mit Sultan Günther Musik ein eigenes Label gegründet haben, was natürlich neben mehr Arbeit einige Vorteile mit sich bringt.

 
 
Das eigene Label bringt also mehr Kontrolle über das eigene Schaffen. Dass das über die reine Musik hinaus geht, ist das Besondere an Deichkind. Manche behaupten ja sogar, dass die Band nur neue Musik aufnimmt, um wieder auf Tour gehen zu können. Aber wie sieht das denn aus bei der Entstehung eines neuen Albums. Denkt man schon von Anfang an schon die Live-Shows mit?

 
 
Sie wollen Leute von 16 bis 40 ansprechen. Da muss natürlich auch der Sound stimmen. Der ist mittlerweile viel technoider geworden – eine ganz natürliche Entwicklung?

 
 
Die Band hatte einmal die Idee, Konzerte zur gleichen Zeit in verschiedenen Städten zu spielen. Diese ziemlich geniale Idee haben sie leider bisher noch nicht umgesetzt, oder machen sie das vielleicht doch noch?

 
 
Schaut man sich den Plan der neuen Deichkind-Tour an, fällt auf, dass die Band nur noch in sterilen Multifunktionshallen spielt…

 
 
Die meisten Mitglieder sind mittlerweile schon jenseits der 40. Trotzdem geben sich Deichkind auf der Bühne anarchisch und jugendlich überdreht. Wie lange kann man so eine Show denn noch machen. Denkt man da nicht schon mal über das Ende von Deichkind nach?

 
 
„Endlich alt“ – Deichkind haben keine Angst vor dem Älter werden. Die Band hat noch einige Ideen im Hinterkopf. Bevor aber Deichkind die nächste Entwicklungsstufe zünden, gibt es erst einmal eine ausgedehnte Tour:

08.04.15 Lingen – EmslandArena
09.04.15 Münster – Halle Münsterland
10.04.15 Düsseldorf – Mitsubishi Electric Halle
11.04.15 Dortmund – Westfalenhalle
14.04.15 Hannover – Swiss Life Hall
16.04.15 Neu-Ulm – Ratiopharm Arena
19.04.15 Kreuzlingen – Bodensee Arena
20.04.15 Zürich – Maag Event Hall
21.04.15 Augsburg – Kongress am Park
24.04.15 Linz – TipsArena
26.04.15 München – Zenith
28.04.15 Berlin – Max-Schmeling-Halle
29.04.15 Flensburg – Flens-Arena
30.04.15 Aurich – Sparkassen-Arena
01.05.15 Hamburg – O2 World

Und hier geht’s zum Wochenendspecial mit Deichkind.

Musikredaktion

Andreas Hänisch
Musikredaktion & Programmplanung,
kann nicht singen, trägt aber immer top Hosen!.

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