Filme der Woche: The Salvation & Wish I Was Here

▷ Letzte Änderung: 2014-10-11
By Frank [FluxFM] |

The Salvation

Amerika 1871. Sieben Jahre hat der dänische Auswanderer Jon (Mads Mikkelsen) im Schweiße seines Angesichts geschuftet, um sich im Grenzland des Wilden Westens eine bescheidene, aber ehrliche Existenz aufzubauen. Endlich ist die Zeit gekommen, seine Frau Marie und seinen elfjährigen Sohn Kresten zu sich nach Amerika zu holen.
Doch die Wiedersehensfreude währt nicht lange: Marie und Kresten werden unmittelbar nach ihrer Ankunft von Outlaws ermordet. Jon zögert keine Sekunde mit seiner Rache – und macht sich damit den grausamen Bandenanführer Delarue (Jeffrey Dean Morgan) und die stumme Witwe eines der beiden Killer (Eva Green) zum Feind: Als er auch noch von den Bewohnern seiner Stadt verraten wird, ist Jons Leben keinen Cent mehr Wert…

Kai: „Ein harter Western wie aus dem Lehrbuch. Die Geschichte des geschundenen Mannes, der zum Rächer wird, ist zwar nicht neu, aber hier wird sie dicht und mit jeder Menge Wucht und Atmosphäre erzählt. Ein Bösewicht mit enormer Präsenz, eine geheimnisvolle Frau und diverse Winkelzüge der Stadtbewohner – wer Western mag, der wird von „The Salvation“ nicht enttäuscht sein.“

Wish I was here

Aidan Bloom (Zach Braff) muss sich eingestehen, dass er vom amerikanischen Traum bestenfalls träumen kann: Als weißer Schauspieler in L.A. bewirbt er sich mittlerweile sogar um Rollen für afroamerikanische Figuren. Daher muss seine Frau Sarah (Kate Hudson) das Geld verdienen, die neben ihrem Full-Time-Job auch noch den Haushalt sowie das Familienleben meistert. Sein Bruder ist auch keine große Hilfe – er ist zwar ein Genie, hat sich aber in seinen Wohnwagen verkrochen und surft als Kobold durchs Netz. Und als Aidans Vater ihm zu all seinem „Glück“ auch noch unterbreitet, dass er nicht länger für die Privatschule seiner beiden Enkel aufkommen kann, sieht Aidan nur einen Ausweg: er beschließt spontan, die Kinder selbst zu unterrichten – und lernt dabei selbst etwas. In „Wish I Was Here„.

Kai: „Rund zehn Jahre nach „Garden State“ hat Scrubs-Star Zach Braff wieder mal Regie geführt, in einem Film, für den er Geld per Crownfunding eingesammelt hat. Hier zeigt er tragikomisch die Leiden eines Family Man, der irgendwie durchkommen will, ohne alle seine Träume in den Wind zu schießen. Für die Leichtigkeit sorgen viele schön schräge Ideen und Nebenfiguren – und manchmal wird es sogar ein bisschen philosophisch.“

Redaktion

Kai Kolwitz
Spezialgebiet: Kino-Auskenner.

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