Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen

Filme der Woche: Zeit der Kannibalen & X-Men – Zukunft ist Vergangenheit

▷ Letzte Änderung: 2014-05-22
By Frank [FluxFM] |

Zeit der Kannibalen

Öllers und Niederländer haben alles im Griff. Seit sechs Jahren touren die erfolgreichen Unternehmensberater durch die dreckigsten Länder der Welt, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Ihr Ziel scheint nah: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden! Als sie erfahren, dass ihr Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Denn „up or out“ ist das Prinzip. Dass Hellinger sich bald aus ungeklärten Gründen aus dem Bürofenster stürzt, hilft ihnen auch nicht weiter. Ausgerechnet die junge, ehrgeizige Bianca rückt für ihn nach. Öllers und Niederländer sind genervt, Sarkasmus macht sich breit, Neurosen brechen aus. Der Kampf um das Überleben in der Company geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

Kai: „So ziemlich das Bösartigste und Witzigste, das seit einer ganzen Weile im Kino zu sehen war. Dialoge wie Tennismatches, Neurosen, gepflegter Zynismus. Und das Schlimmste ist, man mag die Typen auch noch irgendwie, während sie versuchen, die Welt durchzuformatieren. Mit Devid Striesow, Sebastian Blomberg und Katharina Schüttler.


X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Die ultimative „X-Men“-Truppe schließt sich in X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit”, 2014) zusammen, um in zwei Zeitperioden das Überleben ihrer Spezies zu sichern. Die beliebten Charaktere der ursprünglichen „X-Men”-Filmtrilogie gehen mit ihren eigenen jüngeren Ausgaben aus X-MEN: FIRST CLASS („X-Men: Erste Entscheidung“, 2011) auf Schulterschluss. Ziel ist es, ein wichtiges historisches Ereignis zu verändern und eine epische Schlacht zu schlagen, die die Zukunft retten könnte.

Kai: „Was uns der verschwurbelte Pressetext sagen will, ist: Im zweiten Teil der „neuen“ X-Men muss Klauenärmchen Wolverine aus einer finsteren Zukunft zurück in die Siebziger, um Formwandlerin Mystique daran zu hindern, einen Bösewicht umzubringen, weil das fatale Folgen haben wird (haben würde? Gehabt haben wird? Verdammte Zeitreisen). Dazu holt er auch den Gedanken beeinflussenden Professor und den magnetischen Halb-Bösewicht Magneto ins Boot.

Klingt erst mal überkandidelt, aber neben der Action ist es ja die Stärke der X-Men, dass Charaktere und Beziehungen ein bisschen komplexer sind als in normalen Superheldenfilmen. Die Besetzung mit James McAvoy, Michael Fassbender, Ian McKellen, Patrick Stewart und Jennifer Lawrence unterstreicht das. Und, ja, zu Lachen gibt’s auch was. Gutes Popcorn-Kino eben.

Redaktion

Kai Kolwitz
Spezialgebiet: Kino-Auskenner.

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