Foto: ea seawear

FluxFM Krautfunding: e.a. seawear

▷ Letzte Änderung: 2014-05-14
By Sophie [FluxFM] |

Name: e.a. seawear
Idee: Häkel- und Strickbikinis

Website: ea-seawear.de
Crowdfunding:Kickstarter

Wir erzählen euch in der Rubrik Krautfunding regelmäßig von Ideen, von denen wir denken: das ist interessant, neu, anders und auf jeden fördernswert. Auch und gerade wenn die Ideen manchmal sehr ungewöhnlich klingen… Wie ein Bett aus Papier oder ein Fahrrad aus Bambus. Oder einen gestrickten Bikini. Klingt ungewöhnlich, gibt es aber alles. Die Kostümbilderin Eva Swoboda hat zusammen mit der Kommunikations-Designerin Anna Berger ein Unternehmen gegründet, das genau das macht: gehäkelte und gestrickte Badebekleidung.

Anna, Eva und Lisa von ea seawear, Foto: Sophie Euler

Anna, Eva und Lisa von ea seawear, Foto: Sophie Euler

„Wir sind Eva und Anna von e.a. seawear. Und wir machen Häkel- und Strickbikinis. Letztes Jahr haben wir mit Häkelbikinis angefangen und wollen jetzt unser Portfolio erweitern. Sozusagen die Handarbeit in die industrielle Produktion überleiten.“

…sagt Anna, denn häkeln geht nur von Hand, aber Stricken können auch Maschinen. In einem gehäkelten Oberteil stecken locker 4 bis 6 Stunden liebevolle Handarbeit. Zukünftig soll es auch auch Strickbikinis geben. Erste Prototypen wurden schon hergestellt mit dem hüringischen Familienunternehmen Riedel.

„Wir wollen eine Stückzahl von 200 Bikinis produzieren. Um diese Produktion finanzieren zu können, machen wir dieses Crowdfunding.“

Foto: ea seawear

Foto: e.a. seawear

Bei Kickstarter sollen bis Ende Mai 12.000 Euro zusammenkommen. Knapp 4.000 haben Eva Swoboda und Anna Berger schon gesammelt. Vom Design bis zum Garn ist bei den beiden Starterinnen alles „Made in Germany“, Eva erklärt:

„Wir arbeiten mit zwei Gruppen zusammen. Einmal ist das eine Gruppe von Seniorinnen. Und einmal eine türkische Handarbeitsgruppe, absolute Profis auf dem Gebiet. Der Bikini wird in Berlin geschneidert und komplett fertiggemacht. Und die Strickbikinis sind eben komplett in Thüringen hergestellt und das Garn kommt aus Stuttgart…“

Angefangen hat alles einmal mit einem Erbstück von Annas Mutter. Einem 70-er Jahre Häkelbikini in orange-braun, auch „Wollmonster“ genannt. Anna erzählt:

„Und ich hab den immer wacker getragen aber immer gefroren. Und dachte dann man müsste den eigentlich neu auflegen.“

Weg vom hippiemäßigen Topflappen, hin zum tragbaren Designerstück. Bei e.a. seawear kann man auch Größen mixen. Jeder Körper ist schließlich anders.

„Wir sprechen natürlich alle an, die immer ein Bikini suchen und Schwierigkeiten damit haben. Weil einfach keine guten Bikinis zu haben sind, die gut sitzen und nicht irgendwie noch 5000 Blumen drauf haben. Bademode is ja manchmal nicht so leicht zu finden.“

Foto: ea seawear

Foto: e.a. seawear

Dunkles Nachtblau, leuchtendes fuchsia-pink und champagner-sand: Auch die Farben lassen sich kombinieren. Das Besondere aber sind die schwimmtauglichen Garne. Sie wurden in Zusammenarbeit mit einem Textilforschungsinstitut bei Stuttgart entwickelt. Deshalb sitzen die Bikinis so gut, gehen nie aus der Form, bleichen nicht aus und trocken sehr schnell.
Ach so, und zeitlos schick sind sie auch…

„Wenn man immer noch denkt, der Häkelbikini, das kann doch nicht sein, dann muss man wirklich die Bilder auf unsere Seite angucken, um zu verstehen, dass es eine Weiterentwicklung dieser blumigen Sache aus den 70-er Jahren ist.“

Noch bis zum 28. Mai könnt ihr e.a. seawear auf Kickstarter unterstützen. Wenn alles gutgeht, kann schon Ende Juni geliefert werden. Pünktlich zur Bade- und Urlaubssaison…

Redaktion

Zarah-Louise Roth
Wortredaktion
Spezialgebiete: Weltverbesserung, Festivals, Essen.

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