Foto: Funkhaus

FluxFM-Krautfunding: Funkhaus Soulhaus

▷ Letzte Änderung: 2014-06-02
By Sophie [FluxFM] |

Name: Funkhaus Soulhaus
Idee: mehr Kultur ins Funkhaus bringen

Mit unserer Rubrik FluxFM-Krautfunding wollen wir Menschen unterstützen, die eine tolle Idee, aber nicht das nötige Kleingeld haben, um diese Idee umzusetzen. Diese Woche geht es um Musik, Kultur und etwas Großes, Geschichtsträchtiges – nämlich um den angeblich größten Studiokomplex der Welt. Und der ist hier in Berlin, genauer gesagt, in Nalepastraße. Jessica Neumayer und Zara-Louise Roth verraten euch mehr darüber…

 
Das Funkhaus in der Nalepastraße – ein beeindruckendes Gebäude – so groß wie eine kleine Stadt. Der besondere Flair ist sofort spürbar. Hier haben Toningenieure jeden Zentimeter geplant, um den perfekten Klang zu schaffen. Künstler wie Sting, St. Vincent oder Roman Polanski wissen die atemberaubenden Akustik zu schätzen. Doch die ehemalige Radiostation der DDR wirkt heute fast verlassen, denn nur ein Drittel des Gebäudekomplexes wird tatsächlich genutzt. Eine Schande, findet das Team von MünD–productions und möchte den Ort für alle zugänglich machen. Einer von ihnen ist Julian Laping.

„Wir haben eine tolle Infrastruktur – nur die ist gerade einfach nicht genutzt. Mit der Fundraisingkampagne wollen wir eben diese Infrastruktur aufbauen, um das für andere Künstler nutzbar zu machen.“

Foto: Funkhaus

Foto: Funkhaus

So könnte das Funkhaus zu einem Treffpunkt von Musikern und Musikliebhabern werden. Zu einem ganz besonderen Ort für Lesungen, Workshops, Jam-Sessions und Konzerte. Gerade kleine Bands sollen zudem künftig die Möglichkeit bekommen ihre Musik in den legendären Sälen der ehemaligen Radiostation aufzunehmen, dort wo auch schon Stars an ihrer Musik feilten.

„Es sind auch schon viele große Produktionen dort gemacht worden. Das fängt an mit klassischen Künstlern wie Lang Lang, Black Eyed Peas. Letztens war MTV unplugged vor Ort. Nur unserer Meinung nach könnte man viel mehr rausholen. Das ist ein Geschenk der Vergangenheit, das wir da zur Verfügung haben und es gibt viel mehr Sachen, die man da machen kann.“

Foto: Funkhaus

Foto: Funkhaus

25000 Euro sind notwendig, um die restliche Infrastruktur aufzubessern. Nicht viel für so ein Riesen-Projekt. Das Geld fließt in Equipment für die Musikproduktion, Arbeitsmittel fürs Büro, aber auch in Werbung und Marketing. Mit der Kampagne Funkhaus Soulhaus auf Musicraiser, einer englischen Crowdfundingseite, soll das Geld zusammenkommen. Dass sich die Investition lohnt, war Teammitglied Anthony Hequet schon vor zwei Jahren klar, als er diesen Schatz entdeckte.

„Ich bin ein Sänger und wollte immer den perfekten Raum für meine Stimme finden. Diese Räume sind perfekt. Als ich dort einmal sang, hat eine Gruppe Menschen aufgehört zu reden und mich angestarrt, als wäre etwas Magisches passiert – und es ist Magie. Die Räume sind dafür gemacht, um die Schönheit der Stimme zu zeigen und es funktioniert.“

v.l.: Julian Laping, Sabrina Miraillès, Antony Hequet, Elma Riza

v.l.: Julian Laping, Sabrina Miraillès, Antony Hequet, Elma Riza

Noch 48 Tage kann man die Kampagne unterstützen. Wenn genug zusammenkommt, kehrt hoffentlich bald wieder Leben ein in jede Ecke des geschichtsträchtigen Gebäudes mit der legendären Akustik.

Und wenn ihr euch jetzt fragt, was ihr davon habt, das Ganze zu unterstützen: Für 20€ Unterstützung gibt es z. B. ein halbes Jahr freien Eintritt zu allen Veranstaltungen. Für 850€ können Bands zwei Tage lang ihre Musik aufnehmen und mastern.

Redaktion

Jessica Neumayer
Spezialgebiet: Stadtleben, Aktuelles und alles, was sonst noch so anfällt.

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Redaktion

Zarah-Louise Roth
Wortredaktion
Spezialgebiete: Weltverbesserung, Festivals, Essen.

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