Frank & Straight Outta Compton| Filme der Woche

▷ Letzte Änderung: 2015-08-27
By Sophie [FluxFM] |

Was mit Musik, das gefällt uns in dieser Woche im Kino – und das gleich doppelt. Während „Straight outta Compton“ den Aufstieg von Dr. Dre, Ice Cube und Co. zeigt, befasst sich „Frank“ auf das Absurdeste mit einem genialischen Bandleader, der sich unter einem übergroßen Pappmaché-Kopf versteckt.

Frank

Frank - Filmplakat Frank ist der exzentrische Frontmann der experimentellen Rockband Soronprfbs. Er trägt ständig einen übergroßen Pappmaché-Kopf auf seinen Schultern. Und das nicht nur bei den skurrilen Live-Shows, sondern auch beim Schlafen, Duschen – immer. Nicht mal die Bandmitglieder haben je sein Gesicht gesehen. Als der Keyboarder ausfällt, engagiert Frank spontan den Tagträumer Jon als Ersatz. Und obwohl der erste gemeinsame Auftritt zum Desaster verkommt, darf der Debütant bleiben. Hochmotiviert zieht Jon mit der Band in die irischen Wälder, um ein Album aufzunehmen. In der abgelegenen Hütte dämmert ihm allmählich, worauf er sich eingelassen hat. Michael Fassbender besticht in der Titelrolle – trotz eingeschränkter Mimik – an der Seite von Maggie Gyllenhaal und Domhnall Gleeson.

Kais Fazit:
„Was macht man bloß mit so einem Film? Fasziniert hingucken zum Beispiel. Denn ‚Frank‚ hat eine völlig absurde, abseitige Komik, die irgendwann ins Tragische kippt. Das Drehbuch stammt übrigens von dem Mann, der sich auch „Männer, die auf Ziegen starren“ ausgedacht hat.“


Straight Outta Compton

straight outta compton Mitte der 80er Jahre ist Compton am Stadtrand von L.A. einer der gefährlichsten Orte der USA. Der Konflikt zwischen den rivalisierenden Gangs eskaliert zunehmend, der Handel mit Crack gehört zum Alltag. Das als rassistisch bekannte Los Angeles Police Department greift hart durch, die Gewaltspirale dreht sich. Fünf junge Männer prägt das nachhaltig. Sie beginnen, ihre bitteren Erfahrungen in Musik zu verarbeiten. In ihren Texten rebellieren sie gegen den brutalen Alltag, die Polizeiwillkür und ihre scheinbar aussichtslose Lage. Mit dem Album „Straight Outta Compton“ geben N.W.A. (Niggaz Wit Attitudes) einer Generation eine explosive Stimme und einen neuen Sound. Der Film Straight Outta Compton erzählt die kontroverse Geschichte des kometenhaften Aufstiegs der Gruppe. Während Dr.Dre das Genie an den Turntables ist und Ice Cube dabei ist sich als herausragender Texter einen Namen zu machen, ist es doch der Kleinkriminelle Eazy-E, der mit Ambition, Street-Credibility und fragwürdigem Startkapital den eigentlichen Startschuss für N.W.A. gibt. Als das Album die Charts stürmt, dauert es nicht lange, bis Streitereien um die Aufteilung der verdienten Millionen einsetzen. Schon kurze Zeit nach ihrem Aufstieg wandelt sich Freundschaft in knallharte Konkurrenz, die nicht nur am Mikrofon ausgetragen wird…

Kai Fazit:
„Ein ziemlich lehrreicher Film, der auch zeigt, dass sich damals gesellschaftlich nicht allzu viel geändert hat. Zwar will ‚Straight Outta Compton‚ erkennbar keinen seiner Helden in ein zu schlechtes Licht setzen. Aber dicht und atmosphärisch ist er in jedem Fall.“

Redaktion

Kai Kolwitz
Spezialgebiet: Kino-Auskenner.

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