Freistatt (Ausschnitt Filmplakat)

Freistatt | Film der Woche

▷ Letzte Änderung: 2015-06-25
By Sophie [FluxFM] |

Erziehungsheime waren ein ganz dunkles Kapitel der deutschen Nachkriegszeit. „Freistatt“ erzählt von Drill und Psychoterror – und von einem, der sich das nicht gefallen lassen will.

Freistatt

Freistatt-Filmplakat Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung.Fluchtversuche und Widerstand – für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

Kai:
„David gegen Goliath – fast schon als klassischen Sträflingsfilm erzählt ‚Freistatt‚ von der Realität in deutschen Erziehungsheimen der Nachkriegszeit. Der Horror ist äußerst spürbar, aber Wolfgang tut alles, um den Heimdrill durchzustehen. Dazu sind hier viele Figuren sehr ambivalent, nicht rein böse, nicht rein gut – und manchmal nur erschreckend dumm.“

Redaktion

Kai Kolwitz
Spezialgebiet: Kino-Auskenner.

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