Foto: Nina Maul
Foto: Nina Maul

Hooligans gegen Satzbau | Krautfunding

▷ Letzte Änderung: 2016-04-29
By Nina [FluxFM] |

Name: Hooligans gegen Satzbau
Funktion: Unterstützing für die Arbeit gegen Hasskommentare im Netz
Krautfunding: Startnext

Die Hooligans gegen Satzbau setzen sich gegen fremdenfeindliche Kommentare und Hetze auf Facebook ein. Und zwar mit ihrer ganz eigenen Waffe, die da heißt: Humor! Damit sie das weiterhin tun können, haben sie jetzt ein Crowdfunding gestartet. FluxFM-Redakteurin Aysche Wesche hat mit ihnen darüber gesprochen.

Den Beitrag könnt ihr hier nachhören:

Die HoGeSatzbau waren vor Kurzem auch zu Gast bei Stadt.Land.Flux und im Ohrspiel. Das Interview zum Nachhören und die Lieblingssongs der Hools findet ihr hier.


Plattenlabels haben Verkaufszahlen, Zeitungen ihre Auflagen und Fernsehsender Einschaltquoten – für die Hooligans gegen Satzbau gilt eine andere Währung für ihren Erfolg:

„Dass uns wirklich viele Leute schreiben. Dass wir ihnen helfen, mit dem Wahnsinn da draußen klarzukommen. Auch dass die Menschen nicht mehr weg- sondern hinschauen. Und zwar ganz, ganz genau. Dass ein „Asylkritiker“ uns geschrieben und gedroht hat, und im Schriftwechsel kam dann am Ende raus, dass er sich endlich mal ein Asybewerberheim angeguckt hat. Er ist hingefahren und hat sich endlich mal mit den Menschen befasst.“

Als 2014 in Köln Hooligans wegen Salafisten randalierten und fremdenfeindliche Hasskommentare sich im Netz überschlugen, da fehlten vielen die Worte. Während Politiker ein Demo-Verbot prüften, fanden die HoGeSatzbau ihre ganz eigene Antwort:

„Ich glaube, Lachen ist die Waffe gegen alles. Also gegen schlechte Stimmung, gegen Angst vor Allem. Ja, es macht Mut, und Mut brauchen wir glaube ich alle gerade. Sie wollen Angst machen, wir lachen drüber!“

Seit rund eineinhalb Jahren verbessern Klugscheißer-Hool, Grammatik-Hool und Grafik-Hool Hetzkommentare auf Facebook, die vor rechtsschreibfehlern nur so wimmeln. Ob Volksfahrräder statt Volksverräter, oder auch der Klassiker:

„Das linke Komponistenpack ist natürlich auch sehr schön. Dann hat er sich direkt selbst da drunter korrigiert und hat geschrieben: ‚Ich meine natürlich Komonistenpack.‘ Das war sehr witzig.“

Reinste Realsatire. An Arbeit mangelt es den drei Hools also nicht, dann schon eher an Zeit, den Hass-Kommentaren auch nachzukommen:

„Wir laufen seit eineinhalb Jahren permanent mit dem Telefon herum und jede freie Sekunde, die wir haben, ob auf dem Klo oder während die Spaghetti gerade kochen, versuchen wir zu korrigieren und Dinge zu beantworten und schaffen aber nur einen ganz kleinen Bruchteil von dem, was wir eigentlich gerne schaffen möchten.“

Deshalb haben sie jetzt ein Crowdfunding gestartet. Mit dem Geld wollen sie aber nicht nur weiter machen wie bisher: Ein Schulheft und eine Schulhof-CD sind in Arbeit. Sie wollen mehr Menschen erreichen und zeigen:

„Ihr könnt alle ein bisschen Hool sein!“

Wenn ihr also die Hooligans gegen Satzbau unterstützen wollt, findet ihr deren Crowdfunding auf startnext.com. Die Kampagne läuft noch bis zum 1. Mai.

 

Wenn ihr ein Crowdfunding-Projekt kennt, das wir hier auch einmal vorstellen sollen, oder vielleicht selbst eines gestartet habt, dann meldet euch bei uns. Am besten per Mail an krautfunding@fluxfm.de, dann landet es direkt beim Richtigen. Habt bitte Verständnis dafür, dass wir aufgrund der vielen Einsendungen nicht alle Projekte vorstellen können.

Redaktion/Moderation

Aysche Wesche
Wortredaktion
Spezialgebiet: Stadtleben, Politik und Kultur.
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