Howling - Sacred Ground (Ausschnitt Albumcover)

Howling, Tocotronic & Palma Violets | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2015-04-29
By Marc Augustat |

Howling – Sacred Ground

Howling „Howling“ hieß der Song, mit dem Ry X und Frank Wiedemann 2012 einen Überraschungserfolg hinlegten. Die Art und Weise, wie sich die Stimme des Australiers Ry, seines Zeichens Singer/Songerwriter, auf die sanft pluckernden Beats von Wiedemann legte, schlug ein. Wie ihren Song, so nannten sie auch ihr gemeinsames Projekt Howling. Eigentlich sollte das nur für eben dieses Lied entstehen, aber der Erfolg und die Chemie zwischen den Beiden führte wie von selbst zu weiteren Tracks. Mit Sacred Ground veröffentlichen die zwei Wahlberliner jetzt endlich ihr Debütalbum. Mit Beats die zwischen den Extremen „tanzbar“ und „entspannt“ seiltanzen, mit den zärtlichen Vocals von Ry X, ist Sacred Ground eine ideale Platte für den Sonnenaufgang an der Spree.


Tocotronic

Tocotronic Nein, es heißt nicht „Das rote Album“, das elfte Tocotronic-Album hat keinen Namen, es hat nur ein rotes Cover. Aber was sollen wir machen, wir müssen ja darüber reden. Jedenfalls ist dieses Album der Hamburger und Wahlberliner ein Konzeptalbum über die Liebe in allen ihren Facetten.

„Uns ging’s darum, sowas wie ’ne Enzyklopädie der Liebe zu erstellen – nicht unbedingt alphabetisch geordnet, das wär uns zu spießig gewesen, aber dass man zu verschiedenen Teilbereichen von Lieben Stücke schreibt, Stoff sammelt und schaut: Wie kann man das verarbeiten.“

Und weil man über Liebe nicht agitatorisch schreiben kann, ist das rote Album auch wesentlich leichter und poppiger geworden als die letzten vier Tocotronic-Platten. Klar, die Trainingsjackenträger von einst sind längst melierte Dandys. Aber der Schalk sitzt ihnen immer noch im Nacken. Und so stehen hier Schmonzetten neben Popsongs, die sich am Ende doch nicht immer so ernst nehmen, wie man es Tocotronic gemeinhin unterstellt.


Palma Violets – Danger In The Club

Palma Violets Der Albumtitel des Zweitwerks von Palma Violets lässt erstmal Schlimmes ahnen und könnte auch von Chris Brown kommen. Doch euch erwartet kein Autotune-R’n’B mit Rap in der zweiten Strophe. Auf Danger In The Club wird wieder ordentlich in die Saiten gehauen und Rock’n’Roll fabriziert. Was den Palma Violets auf ihrem Debütalbum schon zu einem (begründeten) Hype verholfen hatte, sitzt auch auf dem Nachfolger. Und ein wenig gefährlich scheint es bei den Londonern wirklich zuzugehen:  Als sie Fans das neue Material vorspielten, mussten angeblich lokale Rugbyteams den Sicherheitskräften helfen, das Publikum unter Kontrolle zu bekommen. Mal sehen, wie ihr jetzt reagiert…

Musikredaktion

Melanie Gollin
Musikredaktion & Programmplanung,
entdeckt neue Musik und kann super Kuchen.

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