Hannah Cleaver und Winson freuen sich über die Riesentomaten

Im Beet mit Winson und Hannah

▷ Letzte Änderung: 2014-08-05
By Sophie [FluxFM] |

Der Frühling 2014 ist ja schon in vollem Gange und wir möchten euch gerne ein bisschen dazu animieren, selbst auf der Terrasse, dem Balkon oder auf dem Fensterbrett zu gärtnern. Wir gehen auch mit gutem Beispiel voran: Wir bepflanzen die FluxFM-Dachterrasse mit Tomaten!

Hannah Cleaver wird uns dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie ist nämlich Profi: Mit Eat Your Roof hilft sie Stadtmenschen, ihre Balkone und Terrassen zu urbanen Gemüsebeeten umzufunktionieren. Nebenbei bertreibt sie das Blog Hannah’s Garden, mit wertvollen Tipps und Tricks rund ums Gärtnern und die Ernte.

Alle zwei Wochen war Hannah freitags zu Gast bei Im Beet mit Winson und Hannah, um auf der Dachterrasse nach dem Rechten zu sehen. Aber wie ihr wisst, braucht jeder gutgepflegte Garten einen Gartenzwerg – unserer redet gern und viel und heißt Winson.

28. März: Saat

Hannah Cleaver und Winson

Hannah Cleaver und Winson, Foto: Sophie Euler

Hannah hat heute verschiedene Tomatensamen mitgebracht. Sie empfiehlt für die Aussaat organische Anzuchttöpfchen gefüllt mit (Tomaten-)Kompost. Das erspart das spätere Umtopfen, da die Wurzeln durch das Gefäß hindurch wachsen können. Gewöhnliche Blumenerde ist zu schwer und hat weniger Nährstoffe als Kompost. Auch wenn die winzig-kleinen Samen im Verhältnis zu den Töpfchen sehr verloren wirken, ist es wichtig, nicht mehr als zwei Samen pro Behältnis zu säen, sonst herrscht später Platzmangel und die Pflanzen stören gegenseitig ihr Wachstum. Die Samen müssen immer feucht und warm gehalten werden und sobald die Keimung beginnt, es also grün wird im Töpfchen, brauchen die Pflanzen unbedingt ganz viel Licht.

Hannahs Tipp: Leere Klopapierrollen oder Gefäße aus Zeitungspapier (kein Klebeband oder Klebstoff) können wunderbar zu organischen Anzuchttöpfen umfunktioniert werden!

Hier gibt es Folge 1 zum Nachhören:

 


11. April: Keimzeit

Hannah ist stolz auf uns: aus den Samen wurden kleine Keimlinge

Hannah ist stolz auf uns: aus den Samen wurden kleine Keimlinge, Foto: Sophie Euler

Wir haben es geschafft! Ohne Hannah, aber mit strenger Disziplin und einem Gießplan, haben wir die Samen zum Keimen gebracht. Hannah ist begeistert von den kleinen Pflänzchen und stolz auf uns. Nun erklärt sie, wie es weitergeht. Die Keimlinge sollten nicht ständig zur Sonne gedreht bzw. deren Position verändert werden. Dadurch wachsen die Pflanzen zwar schneller in die Höhe, verlieren aber an Kraft. Die Stängel sind zu dünn und können umknicken. Bis Mitte Mai sollten die Tomaten noch im Innenraum stehen bleiben, danach können sie direkt in die Sonne gestellt werden. Achtung! Nicht alle Gemüsesorten mögen ein ausgiebiges Sonnenbad. Wer z.B. Salat pflanzt, sollte vorsichtig sein: er wächst zwar in der prallen Sonne sehr gut und schnell, fängt dann aber auch sehr früh zu blühen an und wird dadurch ungenießbar. Generell gilt: Blattgemüse gedeiht am besten im Schatten! Beim Umtopfen sollte man die Wurzeln von der alten, nährstoffarmen Erde befreien. Außerdem erklärt Hannah in Folge 2 wie man Wurzeln massiert, damit die Pflanzen weitere Wurzeln austreiben und sich in ihrem neuen Topf schneller wohlfühlen.

Hannahs Tipp: Warmes Wasser beschleunigt den Keimungsprozess! Bis zum 14. Mai (Eisheilige) herrscht Frostgefahr. Die Tomatenpflänzchen sollten deshalb erst ab 15. Mai nach draußen gestellt werden!

Hier gibt es Folge 2 zum Nachhören:

 


25. April: Sonnenbad

Da es noch keine Tomaten bei uns gibt, hat Hannah als kleinen Snack Salat aus ihrem Garten mitgebracht. Foto: Sophie Euler

Da es noch keine Tomaten bei uns gibt, hat Hannah als kleinen Snack Salat aus ihrem Garten mitgebracht. Foto: Sophie Euler

Oje! Hannah ist etwas enttäuscht vom Wachstum unserer Tomaten. Die brauchen eindeutig mehr Sonne! Deshalb haben Hannah und Winson auf der Dachterrasse gleich mal ein ausgiebiges Sonnenbad mit den Tomatenpflänzchen genommen. Hannah hat uns empfohlen ab jetzt die kleinen Töpfe tagsüber in die direkte Sonne zu stellen. Außerdem ist es wichtig, dass die Pflanzen ein bisschen Wind abbekommen, denn durch das Wippen werden die Stängel gestärkt und widerstandsfähiger. Ganz wichtig ist, dass die Pflänzchen abends wieder rein geholt werden. Starker Regen, Hagel oder Kälte in der Nacht sind nach wie vor gefährlich für die kleinen Sämlinge.

Die FluxFM-Hörerin Alexandra hat an tomatenpaten@fluxfm.de eine Email geschickt. Sie wollte wissen, ob sie Rank-Bohnen und Tomaten gemeinsam in einem Kübel pflanzen kann. Die ausführliche Antwort gibt’s in dieser Folge. Außerdem verrät euch Hannah wie ihr eure totgeglaubten Pflanzen reanimieren könnt oder wann ihr euch sicher sein könnt, dass sie am Kompost besser aufgehoben sind.

Hannahs Tipp: In einem Samen-Päckchen sind meist viel zu viele Samen enthalten. Egal ob Kräuter, Blumen oder Gemüse… Tauscht die übriggebliebenen Samen mit Freunden oder auf Foren im Internet. Das spart nicht nur Geld, sondern bestenfalls entdeckt man auch ganz neue Samensorten.

Hier gibt es Folge 3 zum Nachhören:

 


9. Mai: Traurige Tomaten

Im Beet mit Winson und Hannah, Foto: Sophie Euler

Im Beet mit Winson und Hannah, Foto: Sophie Euler

Was ist da los? Die Tomaten sind in den letzten 2 Wochen kaum gewachsen und die Farbe der Blätter sieht nicht gut aus (helles grün). Hannah spielt deshalb Sherlock Holmes und findet heraus, dass der Standort in der Redaktion für Sämlinge nicht geeignet war. Die Pflanzen sind anscheinend an einem der heißen Tage Anfang April abgebrannt und hatten zuviel Zugluft. Deshalb schenkt sie uns Tomatenpflanzen von ihrem eigenen Dach-Garten, die wir jetzt zusätzlich in die umfunktionierten Weinfässer einpflanzen (falls sich unsere Tomaten nicht mehr erholen dienen sie den anderen als Kompost). Außerdem bekommen wir tierische Verstärkung bei unserem Projekt: Hannah hat Würmer mitgebracht, die sie aus einem Angler-Laden gerettet hat. Sie lockern die Erde auf und ihr Kot ist idealer Kompost. Beim Umtopfen können die Tomaten bis zur Hälfte eingegraben werden. Dadurch werden mehr Wurzeln am Stamm gebildet und die Pflanze wächst stabiler. Weitere Tipps und den Grund warum wir die Tomaten schon nach draußen verpflanzen, obwohl die Eisheiligen noch nicht vorbei sind, hört ihr in dieser Folge.

Hannahs Tipp: Bevor ihr die Erde in den Topf schüttet, legt kleine Äste am Boden aus. Dadurch kann das Wasser besser abrinnen und die Wurzeln können atmen und nicht so leicht zu faulen beginnen.

Hier gibt es Folge 4 zum Nachhören:

 


23. Mai: Es grünt so grün

Hannah ist begeistert von Winsons grünem Daumen! Foto: Sophie Euler

Hannah ist begeistert von Winsons grünem Daumen! Foto: Sophie Euler

Hannah meint, dass unsere Tomaten wieder „happy“ aussehen und als sie das sagt, sehen wir aus wie unsere Tomaten – also „happy“! Selbst unsere besorgniserregenden hellgrünen Tomaten-Pflänzchen scheinen sich prächtig zu erholen. Leider sind wir nicht die einzigen, die sich über das Wachstum und die tolle Entwicklung freuen – Schädlinge haben es sich auf den saftigen Blättern gemütlich gemacht. „It’s all about sex and death – auch im Garten“, sagt Hannah und verrät uns die effektivste Methode die kleinen schwarzen Fliegen loszuwerden: mit den Fingern zerquetschen. „Man kann aber auch Wasser mit ein bisschen Spüli vermischen und die Blätter damit besprühen, das ist weniger Hardcore.“ Wir entscheiden uns einstimmig für Letzteres. Und was den Sex betrifft – um Früchte ernten zu können, müssen die Blüten erst bestäubt werden. Obwohl es bei uns noch nicht blüht, haben wir bereits Bienen-Lockmittel in die Nähe der Tomaten gestellt: bunte Blumen! In dieser Sendung hört ihr u.a. auch warum ihr tagsüber nicht zusätzlich gießen müsst, wenn eure Balkonpflanzen in der Sonne die Blätter hängen lassen. Außerdem haben Hannah und Winson von Jerome Fanpost erhalten und FluxFM-Hörer Moritz möchte wissen, was er auf seinem Fensterbrett anpflanzen kann.

Hannahs Tipp: Die Pflanzen nicht von oben gießen, also nicht duschen, sondern direkt die Erde bewässern. Dadurch werden Verbrennungen und Krankheiten vermieden. Ganz wichtig: immer abends gießen, sonst verdunstet das Wasser zu schnell und erreicht die Wurzeln nicht.

Hier gibt es Folge 5 zum Nachhören:

 


6. Juni: Tomaten-Schnippeln

Winson testet, ob Hannahs Gartenschere scharf genug ist, Bild: Benjamin Ciupek

Winson testet, ob Hannahs Gartenschere scharf genug ist, Bild: Benjamin Ciupek

Der totgeglaubte Borretsch blüht fleißig vor sich hin und unsere Tomatenpflanzen haben auch bereits die ersten Blüten. Was Winson nicht wusste: Jede gelbe Blüte wird später eine rote Tomate. Ja so ist das in der Natur! Die kräfteraubenden Zwischentriebe sollten entfernt werden, das fördert das Wachstum. FluxFM-Hörer und Im-Beet-Fan Jerome hat uns wieder geschrieben. Er wollte wissen, ob seine Tomatenpflanzen sich selbst um die stützenden Stöcke schlingeln, oder ob man nachhelfen muss. Hannah erklärt, dass man die Pflanzen locker an Stöcken hochbinden kann, denn Tomaten sind keine Kletterpflanzen. In der Natur wachsen sie am Boden entlang, aber dann neigen sie durch die feuchte Erde dazu zu faulen. Aber was ist denn nun besser – mit oder gegen die Natur? Da scheiden sich die philosophischen Gärtner-Geister. Hannah und Winson beschließen, bei der Hälfte der Tomatenpflanzen ganz streng beim Wachstum einzugreifen – mit Schnippeln und Hochbinden. Die andere Hälfte wird der Natur überlassen und als Hippie-Tomaten gezüchtet. Mal schauen, was für neue Erkenntnisse der direkte Vergleich bringt! (Übrigens hat Winson mit dieser Idee seine Gartenarbeit auch halbiert, aber das nur so am Rande…)

Hannahs Tipp: Bei extremer Hitze solltet ihr die Pflanzen sogar zweimal mit einer halbstündigen Pause dazwischen gießen. So hat die Erde genug Zeit, um das Wasser richtig aufzunehmen.

Hier gibt es Folge 6 zum Nachhören:

 


27. Juni: Grüne Tomaten

Es wachsen tatsächlich kleine Tomaten auf unserer Terrasse!, Foto: Sascha Schlegel

Es wachsen tatsächlich kleine Tomaten auf unserer Terrasse!, Foto: Sascha Schlegel

Unsere Tomatenstauden tragen die ersten Früchte. Essen kann man die grünen Tomaten allerdings noch nicht. Soweit so gut! Trotzdem: die Blätter unserer Hippie-Tomaten sehen auf den ersten Blick nicht so gut aus – sie sind gelblich. Hannah denkt, dass die Tomaten hungrig sind und zwar nach ganz bestimmten Mineralien. Wir brauchen speziellen Tomaten-Dünger. Hannah hat Post bekommen: Dani möchte wissen ob man die ausgegeizten Triebe kleinschnippeln und dann gleich als Kompost verwenden kann. „Das Beste wäre die Triebe auf einem extra Komposthaufen zu entsorgen“, meint Hannah. Wenn man keine Kompostmöglichkeit hat, kann man die stark zerkleinerten Triebe auch in die Erde der Tomaten verbuddeln. Achtung: die Erde sollte niemals mit Blättern oder ähnlichem bedeckt werden – wieso? Das hört ihr u.a. in dieser Folge.

Hannahs Tipp: Sobald die Tomaten Früchte tragen, sollte man beginnen sie zu düngen, aber vorsicht: nicht zuviel düngen! Die Pflanze steckt sonst zuviel Kraft ins Wachstum und in die Produktion von Blättern, anstatt in die Entwicklung der Früchte.

Hier gibt es Folge 7 zum Nachhören:

 


11. Juli: Tomatendünger

Oooh, Tomatendünger! Foto: Sophie Euler

Oooh, Tomatendünger! Foto: Sophie Euler

Hannah hat speziellen Tomatendünger mitgebracht. Er riecht wie „Marmite“, das englische Hefeextrakt. Es ist schwierig den Dünger ordentlich abzufüllen, wenn man Winson als Gehilfen hat.. 1 mal wöchentlich muss gedüngt werden. Das Mischverhältnis ist auf der Verpackung vermerkt. Die Pflanzen sind in der Zwischenzeit ordentlich hoch gewachsen und wir müssen sie wieder hochbinden, ansonsten könnte die Pflanze wegen des Gewichtes abknicken. Durch die kleinen Tomaten hat die Pflanze nämlich einiges zu tragen. Am besten eigenen sich etwas breitere, elastische Bänder, um die Tomatenstaude ein bisschen zu stützen. Achtung: nicht zu eng anbinden, sonst werden die Tomatenstämme eingeschnitten. Das kann zum Absterben der Pflanze führen. Na dann sind wir mal gespannt, ob das Düngen tatsächlich was bringt!

Hannahs Tipp: Alte Socken können super zu elastischen Schnüren umfunktioniert werden.

Hier gibt es Folge 8 zum Nachhören:

 


18. Juli: Friday I’m in Beet…

Im Beet mit Winson und Hannah

Winson verwendet Hannahs mitgebrachten Grünkohl als Fächer – praktisch!

Der Tomatendünger hat nicht nur die gelben Blätter unserer Tomatenpflanzen wieder grün gefärbt, sondern auch unsere Blumen wieder zum Blühen gebracht – die wurden nämlich auch gleich mit der braunen Flüssigkeit gegossen. Das derzeitige Wetter scheint aber sowieso perfekt zu sein für Pflanzen – Hitze, Regen, Hitze, Regen… „Perfekt für Dschungel-Pflanzen!“, meint Hannah. Europäische Pflanzen neigen bei diesem wechselhaften Wetter zu Mehltau, einer Pilzkrankheit. Beim Gießen solltet ihr deshalb nach wie vor darauf achten, dass vor allem die Erde das Wasser abbekommt und nicht die Pflanze selbst – so könnt ihr der Pflanzenkrankheit ein bisschen vorbeugen. Hannah hat von ihrer Dachterrasse Raggedy Jack und Curly Kale mitgebracht – Winson will mit den beiden sofort eine Band gründen. Leider handelt es sich dabei aber nur um zwei verschiedene Sorten Grünkohl. Grünkohl ist sehr widerstandsfähig, kann sogar den Winter überleben und hat eine irrsinnig lange Erntezeit – ganz nebenbei ist Kohl sehr vitaminreich und gesund. Mehr über Kohl und natürlich Tomaten erfahrt ihr in dieser Sendung.

Hannahs Tipp: Rote Tomaten sind nicht immer gleich reife Tomaten. Erst wenn man die Tomate ein bisschen zusammendrücken kann und sie nachgibt, ist sie fertig gereift und geschmacklich am besten.

Hier gibt es Folge 9 zum Nachhören:

 


1. August: Tomatenernte

Hannah und Winson zeigen stolz ihre Ernte!, Foto: Sophie Euler

Hannah und Winson zeigen stolz ihre Ernte!, Foto: Sophie Euler

Wer hätte das gedacht: wir ernten Tomaten auf der FluxFM-Dachterasse! Sie sind rot, riechen intensiv und schmecken unglaublich gut. Die ganze Redaktion muss probieren und alle sind sich einig: Im Supermarkt bekommst du so etwas nicht zu kaufen. Anscheinend hat der köstliche Geschmack sich negativ auf das Sprachzentrum von Winson und Hannah ausgewirkt, denn sie sprechen plötzlich vom „Ausbeizen“ statt „Ausgeizen“. Vielleicht wollten sie aber auch nur testen, ob alle aufmerksam zuhören – Richtigstellungen auf Facebook seitens der Hörer ließen nicht lange auf sich warten. Du bist toll, liebe Hörerschaft! Wir haben auch die „Chocolate Stripes Tomato“ gepflanzt. Dabei handelt es sich um eine besondere Sorte, die extrem süß ist, obwohl sie im reifen Zustand nicht knallrot wird – würde man warten bis sie komplett rot wird, würde sie wieder an Geschmack verlieren und mehlig schmecken. Zum Glück behält wenigstens Hannah den Durchblick. Generell gibt es folgende Regeln an denen man erkennt, ob eine Tomate reif ist: 1. sie gibt nach, wenn man sie sanft zusammendrückt und 2. sie lässt sich leicht von der Staude ablösen. In dieser Folge hört ihr außerdem welche Meinung Techno-DJ Dr. Motte zu unseren Hippie-Tomaten hat.

Hannahs Tipp: Wenn die Sonnenstunden weniger werden und nicht mehr reichen, um richtig rote und reife Tomaten zu bekommen, kann man die halbfertigen bzw. grünen Früchte zu Grünem-Tomaten-Chutney verarbeiten.

Hier gibt es Folge 10 zum Nachhören:

 


15. August: Gestreifte Schoko-Tomate

Winson - gut gelaunt wie immer! Foto: Sophie Euler

Winson – gut gelaunt wie immer! Foto: Sophie Euler

Nanu? Wer hat denn eine unserer Tomaten angeknabbert? Winson vermutet Mäuschen, aber es waren wohl freche Vögel, die immer wieder unsere Dachterrasse anfliegen. Apropos Vögel: Hannah erklärt uns in dieser Sendung auch, warum plötzlich eine Sonnenblume in unserem Beet wachst, obwohl wir gar keine Samen dafür gesät haben. Etwas, das wir tatsächlich eingesetzt aber völlig vergessen haben, ist das Basilikum. Riesengroß und saftig ist es mittlerweile. Jetzt fehlen uns nur noch die beliebten Mozzarella-Pflanzen für unser selbst gezüchtetes Schlaraffenland. Unsere Chocolate Stripe Tomatoes schmecken nicht nur gut, sondern sehen auch sehr schön aus. Winson würde sich ein Kleid mit dieser rot-goldenen-Farbkombination kaufen – behauptet er zumindest. In dieser Sendung verrät euch Hannah außerdem ihre persönlichen Lieblingstomatenrezepte.

Hannahs Tipp: Wer Tomaten wegen der vielen glitschigen Kerne nicht so gerne isst, sollte mal die Sorte „Negro de Santiago“ probieren!

Hier gibt es Folge 11 zum Nachhören:

 


29. August: DIY-Tomatensamen

Winson studiert mit Hannahs Hilfe die Welt der Tomaten. Foto: Sophie Euler

Winson studiert mit Hannahs Hilfe die Welt der Tomaten. Foto: Sophie Euler

Die Sonnenstunden werden weniger und das merken auch unsere Tomaten, denn so richtig rot werden sie nicht mehr. Es gibt noch viele Blüten auf unserer Tomatenstaude, aber auf neue Früchte dürfen wir nicht mehr hoffen. Hannah schneidet deshalb einige Triebe weg, denn die Kraft der Pflanze soll nur mehr in die vorhandenen Tomaten fließen. Es wird Zeit um an das nächste Tomatenjahr zu denken. Heute wollen Hannah und Winson Samen trocknen, um sie nächstes Jahr wieder säen zu können. Man braucht dafür eine reife Tomate der Lieblingssorte, einen Löffel, ein Sieb und Wasser. Die Samen müssen vom glitschigem Fruchtfleisch getrennt werden. Hannah reibt dafür das Innenleben der Tomate mit ein bisschen Wasser in einem Sieb (siehe Fotos). Danach werden die unglitschigen Samen auf einem Kaffeefilter zum Trocknen gelegt. Nach ca. 2 Tagen können die DIY-Tomatensamen in einem einfachen Briefumschlag aufbewahrt werden. Nur die Samen einer wirklich reifen Tomate können später Früchte tragen. Das ist für Winson logisch, denn er sieht gewisse Parallelen zu Männern und kleinen Jungs. Wir bitten die vielen sexuellen Vergleiche in dieser Sendung zu entschuldigen!

Hannahs Tipp: Mit der Samengewinnung sollte nicht zu lange gewartet werden, sonst wird man keine richtig reife Tomate mehr dafür ernten können.

Hier gibt es Folge 12 zum Nachhören:

 


26. September: From seed to chutney

Well done!

Well done!

Wir haben es wirklich durchgezogen: Ende März haben wir Tomatensamen gesät – Ende September aus der eigenen Ernte Tomatenchutney gekocht! Zarah-Louise Roth, Sophie Euler und Winson haben sich eines Abends in Hannah Cleavers gemütlicher Wohnung getroffen, um gemeinsam die letzten Früchte der Tomatenstauden zu verwerten. Nachdem die Briten und ihr Gemüse bekanntlich nicht allzuviel mit Sonne verwöhnt werden, werden auf der Insel nämlich die unreifen, grünen Tomaten zu Chutney verarbeitet – und man glaubt es kaum: es schmeckt wunderbar. Alle Tomaten und halb soviele Zwiebel müssen in kleine Stücke geschnitten werden. Dann wird der Topf bis zur Häflte mit z.B. Apfelessig aufgefüllt. Außerdem haben wir zusätzlich braunen Zucker (ein Viertel der Tomatenmenge), möglichst saure, ungeschälte Äpfel, Rosinen und ein Stückchen Dattel-Paste in den Topf geschmissen. Hannah hat einen dicht bewachsenen Dachgarten auf dem wir alle Gewürze frisch pflücken konnten: Rosmarin, Chili, Senfkörner, Curry- und Lorbeerblätter (nach dem Kochen müssen sie wieder entfernt werden). Unglaublich, was dort alles wächst! Abgeschmeckt wird mit Salz und Pfeffer. Ungefähr eine Stunde musste das Chutney vor sich hin köcheln. Diese Zeit kann man übrigens wunderbar mit einem (oder zwei) Gläschen Wein überbrücken – wir haben’s ausprobiert. Apropos Gläschen: die Einmachgläser müssen vor der Befüllung desinfiziert werden. Dafür stellt ihr sie einfach 30 Minuten lang in den heißen Ofen. Die Deckel könnt ihr mit kochendem Wasser von Keimen befreien. Hier noch ein Serviertipp: Wir haben am selben Abend das FluxFM-Chutney mit Käse verkostet. Unser Dank gilt auch Bands und Künstlern wie Arkells, Yalta Club, Fink, Glass Animals, Talisco und Alice Phoebe Lou, die mit ihren MorningShowcases auf unserer Dachterrasse maßgeblich für schnelleres Pflanzenachstum gesorgt haben (Ja! Davon sind wir überzeugt!). Ein bisschen Melancholie stellt sich hier in der Redaktion ein: pflegen, gießen und ernten sind jetzt erstmal vorbei. Eines ist aber klar: Hannah kommt nächstes Jahr wieder, denn wir haben grünes Blut geleckt! We will miss you Hannah!!!

Hannahs Tipp: Das Chutney gewinnt an Geschmack, wenn ihr das Glas erst nach ca. 3 Wochen öffnet.

Hier gibt es die letzte Folge zum Nachhören:

 

Hannah’s Green Tomato-Chutney-Recipe:
for whatever amount of tomatoes – about the half that of onions, and the same again of sour-as-possible apples.
Also about half-tomato-amount of vinegar – malt or apple.
And about quarter-tomato-amount of brown sugar.
Then chuck in handfuls of raisins, spices and herbs – we used chili, bay leaves (removed them
after cooking), curry leaves, rosemary and dried mustard seeds.
We also put in some date paste which is fun too. You can put in anything you like/have. Also salt and pepper.
Cut all the big things smaller – how small depends on what kind of texture you want at the end – and cook it all up together in a big pan.
Taste it now and again and add sugar or salt or whatever you fancy to get the taste you want.

 
Es war ein toller und langer Abend:

Und hier seht ihr wie es wirklich war: ;-)


Für das nächste Frühjahr befolgen wir den Anpflanzungstipp von Alexandra K. aus Berlin-Weißensee:
„Für das nächste Jahr schlage ich ein leckeres Pesto vor. Da kann man ja von Spinat über Basilikum bis zu Paprika usw. viele Gemüsesorten verwursten…“

Onlineredaktion

Sophie Euler
Spezialgebiet: Video, Photoshop, Fotografieren und Österreichisch.

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