Massive Attack – Blue Lines | Das große Ganze

▷ Letzte Änderung: 2016-04-13
By Diana Hagenberg [FluxFM] |
Im Radio:
9. April 2016, 18 Uhr
10. April 2016, 22 Uhr
11. April 2016, 19 Uhr

Manche Alben sind so wichtig, dass man sie einfach mal am Stück hören muss. FluxFM widmet sich in Das große Ganze den Platten, die jeder im Schrank hat und die wir einfach mal zusammen hören wollen. Den Platten, die bahnbrechend waren, den Debütalben großer Bands und vergessenen Scheiben. Wir spielen sie von vorne bis hinten und zwischendurch erfahrt ihr alles, was ihr über den jeweiligen Langspieler wissen müsst. Diesmal beschäftigen wir uns mit:

Massive Attack – Blue Lines

Massive Attack – Blue LinesTripHop, das ist uns heute ein Begriff – einer, der für die 90er steht. Vor 25 Jahren war das aber noch kein Thema – das Wort an sich und die Musikrichtung schon gar nicht. Als am 9. April 1991 das Debütalbum Blue Lines von Massive Attack erschien, wusste keiner so richtig, in welche Schublade man das stecken sollte. Aber genau so war es ja gewollt.

Die DJs Daddy G, Andrew Vowles und Rapper Robert Del Naja lernten sich als Mitglieder des Bristoler Sound Systems The Wild Bunch kennen. Dass sie musikalisch miteinander funktionieren, haben sie schnell herausgefunden, tatsächlich etwas zu reißen fiel den Jungs aber schwer. Nach eigener Aussage waren sie einfach „a bunch of lazy twats“. Zum Glück kam Neneh Cherry, die für den nötigen Arschtritt und die finanzielle Unterstützung sorgte. Im Kinderzimmer ihres Babys entstand Blues Lines, die Blaupause aller TripHop-Alben, die noch kommen sollten.

Blue Lines war eine Mischung aus HipHop, Electronica, Soul, und Reggae, sehr viel meditativer als die gängige Clubmusik, trotz Elementen wie Sampling und Breakbeats weit weg von traditionellen HipHop-Konzept. Hinzu kamen die Vocals von Neneh Cherry und Tricky, der unverkennbare Rapstil von De Naja und die ungewöhnliche Soulstimme von Shara Nelson, die auch den größten Hit der Band veredelte: Unfinished Sympathy brachte Massive Attack den Durchbruch, heute ist der Song ein Klassiker.

Und der Rest des Albums? Alles über das Debüt, die Bedeutung von TripHop und die Einordnung der Platte in die Band- und Musikgeschichte gibt es in der Sendung – mit Heiko Reusch und Melanie Gollin.

 

Musikredaktion

Melanie Gollin
Musikredaktion & Programmplanung,
entdeckt neue Musik und kann super Kuchen.

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Moderation / Redaktion

Heiko Reusch
Ist zu hören bei Flux Forward, Auslandsspionage und immer wieder zwischendrin.

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Ein Kommentar

  1. Patrick says:

    Ihr spielt nicht das Album von 1991, sondern die Remastered Version von 2012 – welche nun wirklich sehr anders klingt…
    Warum?

    Gruß,
    Patrick

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