Muff Potter (Foto: Kai Bewersdorf)
Muff Potter (Foto: Kai Bewersdorf)

Muff Potter | FluxFM Ohrspiel

▷ Letzte Änderung: 2021-10-20
By Elisa Beier |
Im Radio:
20. Oktober 2021, 20-21 Uhr
24. Oktober 2021, 22-23 Uhr
(Wdh.)

In der FluxMusic-App:
Ab dem darauffolgenden Montag mindestens eine Woche

Im FluxFM Ohrspiel laden wir wöchentlich Musiker:innen und Künstler:innen ins FluxFM-Studio ein und schenken ihnen eine Stunde Sendezeit. Die Sendung gestalten unsere Gäste selbst. Da wird tief in die Plattenkiste gegriffen, persönliche Anekdoten erzählt und Lieblingstracks gespielt.

Diese Woche zu Gast im FluxFM Ohrspiel: Muff Potter.

Als Inspirationsquelle für ihren Bandnamen dient nicht etwa der Zauberer aus Hogwarts, sondern ein Landstreicher aus den Abendteuern des Tom Sawyer: Muff Potter. Kein Wunder: Harry ist noch nicht einmal J.K. Rowlings Fantasie entsprungen, da tourt die Band schon längst durch Deutschland. 1993 tun sich in Westfalen die Bands Sexton and the Frusties, Misplaced Childhood und Aids Dayz zusammen – es ist die Geburtsstunde von Muff Potter. Die Band aus Norddeutschland ist beeinflusst vom Punkrock der Neunziger, positioniert sich politisch und lässt schon das selbstbetitelte Debütalbum unter dem band-eigenen Label „Hucks Plattenkiste“ erscheinen. Mit Mark Twain Referenzen hat es die Band ja bekanntlich. In den späten Nullerjahren blickt Muff Potter bereits auf ein über 10-jähriges Bestehen zurück, prägt den deutschsprachigen Punk-Rock und hat jede Menge Erfolg. Erstmals veröffentlichen die Bandmitglieder ein Album in Kooperation mit dem Major Universal, überlassen dem Label die Vermarktung und konzentrieren sich ganz auf die Musik.

2008 kündigt die Band Muff Potter eine Auszeit an. Die Verschnaufpause soll allerdings nur von kurzer Dauer sein, bereits einige Monate später geht sie auf Geburtstagstournee. 15 Jahre nach ihrer Gründung dann der nächste Meilenstein: Muff Potter im Vorprogramm von Die Ärzte. Und Dennoch: Ein Jahr später folgt die endgültige Trennung. Nicht etwa aus Streit oder mangelnder Inspiration, wie die Band beteuert, sondern „weil man eben aufhört, wenns am schönsten ist“. Am 12. Dezember 2009 spielen Muff Potter ihr Abschiedskonzert in der Stadt, in der in den Neunzigern alles begann: Münster. Doch wer glaubt, die Band sei damit endgültig begraben, der täuscht. 2018 annullieren die vier Bandmitglieder ihre Trennung und kündigen ein Comeback an. Während der Corona-Pandemie folgt dann die erste neue Single. Wir treffen Nagel und Felix auf dem Reeperbahnfestival, draußen vor dem Fenster läuft eine Hundertschaft vorbei: Demo durch St. Pauli. Drinnen sitzen die beiden und spielen sich Songs vor, von denen sie denken, dass sie der jeweils andere noch nicht kennt.

 

Tracklist

  • OEHL – 300.000
  • Råå – Till Minne av William Onyeabor
  • The Feelies – Loveless Love
  • Aua – Friendo
  • Kate Bush – Cloudbusting
  • Tom Waits – Jockey Full Of Bourbon
  • Radiohead – Jigsaw Falling Into Place
  • Bob Hund – Helgen v. 48
  • Die Heiterkeit – Dünnes Eis
  • Neko Case – This Tornado Loves You
  • Leatherface – Not Superstitious
  • Fugazi – Cashout

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