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Jack Urwin - Boys dont cry. Identität, Gefühl und Männlichkeit & Marie Rotkopf - Antiromantische Manifest. Eine poetische Lösung (Foto: Sophie Euler)

Nautilus Woche | Lesen und lesen lassen

▷ Letzte Änderung: 2017-06-27
By Nina [FluxFM] |
Im Radio:
26. Juni bis 2. Juli 2017

Der Hamburger Verlag Edition Nautilus veröffentlicht seit einigen Jahren die Reihe Flugschriften. Das sind Texte, die sich aktuellen gesellschaftlichen Themen widmen, die nicht, nur bedingt oder unzureichend in den Massenmedien diskutiert werden. Zwei davon stellen wir euch diese Woche vor:

„Antiromantische Manifest. Eine poetische Lösung“ von Marie Rotkopf

Antiromantisches ManifestSeid antiromantisch! Denn das bedeut, frei zu sein und niemanden zu gehören – keinem Mann, keiner Frau, keiner Gesellschaft und keiner Nation. Das sagt Marie Rotkopf und teilt im Antiromantischen Manifest aus gegen Nationalromantiker und Poplinke, Postfeministinnen wie Patriarchen, Luther wie Mütter.

Fazit von Jörg Petzold:
„In Deutschland leben wir ja in einem der besten Länder: demokratisch und irgendwie nicht so verwickelt in die dreckigen Geschäfte der Welt. Oder doch nicht? Wer Lust hat, sein auf ein oder andere Weise immer romantisches Weltbild in Frage zu stellen, der sollte sich mit diesem Buch beschäftigen. Zugegeben: es ist sehr polemisch, und bei manchen Polemiken kann ich gar nicht anders als widersprechen, aber gerade das finde ich hervorragend! Ein Buch, das sich traut, sehr stark zu polarisieren und das Nachdenken und Widerspruch provozieren will.“


„Boys Don’t Cry. Identität, Gefühl und Männlichkeit“ von Jack Urwin

Boys Don't CryMänner weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu. Ob in Erziehung, Beruf, Werbung oder Medien: Männer sollen stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sein – ob sie wollen oder nicht. Jack Urwin hat genug davon und stößt in Boys dont cry. Identität, Gefühl und Männlichkeit eine längst überfällige Debatte an.

Fazit von Jörg Petzold:
„Das ist ein typisches Ja-ja-weiß-ich-doch-da-sind-wir-doch-schon-viel-weiter-Buch. Ich muss zugeben, auch ich habe diesen Reflex gehabt, und dennoch habe ich über Einiges mächtig nachdenken müssen. Ich denke, grundsätzlich richtet sich dieses Buch eher an jüngere Leser*innen – so verstehe ich zumindest den Ton des Autors. Und für die ist es, meiner Meinung nach, eine wirklich lohnenswert Lektüre!“

 

Redaktion

Jörg Petzold
Spezialgebiet: Lesen und lesen lassen.

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Redaktion/Moderation

Aysche Wesche
Wortredaktion
Spezialgebiet: Stadtleben, Politik und Kultur.
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